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Dublin - Der einzige Mann, der wegen der Bombenanschläge 1998 im nordirischen Omagh im Gefängnis sass, ist von einem Sondergericht in Dublin freigesprochen worden. Die Richter begründeten den Freispruch für den 57-jährigen Colm Murphy damit, dass die mit ihm geführten Polizeiverhöre nicht zulässig gewesen seien.
Die Staatsanwälte hätten diese deshalb nicht benutzen dürfen. Murphy war 2002 wegen Verschwörung zu einem Anschlag zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Drei Jahre später gewann er ein Berufungsverfahren. Das Sondergericht befasste sich erneut mit dem Fall und beendete ihn mit dem Freispruch.
Der Anschlag, bei dem 29 Menschen starben, war im Namen der "Wahren IRA", einer Splittergruppe der katholischen Untergrundorganisation Irisch-Republikanischen Armee (IRA), begangen worden.
Murphy und drei weitere Männer wurden im vergangenen Jahr in einem Zivilprozess für den Anschlag verantwortlich gemacht, der von Angehörigen der Opfer angestrengt worden war. Damit wurde die Frage der Verantwortung für die Tat zumindest zivilrechtlich beantwortet.
Das Attentat von Omagh war der folgenschwerste Anschlag im Nordirland-Konflikt und hatte international Entsetzen ausgelöst. Die "Wahre IRA" lehnt den Friedensprozess für Nordirland ab. Sie hatte sich von der IRA abgespalten, die seit 1997 offiziell einen Waffenstillstand einhält und den Friedensprozess unterstützt.

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SDA-ATS