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In Frankreich ist ein zweiter Mann an dem neuen hochgefährlichen Virus erkrankt, das Ähnlichkeit mit der vor zehn Jahren weltweit grassierenden Atemwegserkrankung SARS aufweist.

Wie das Gesundheitsministerium in Paris in der Nacht zum Sonntag mitteilte, hatte der Mann Kontakt zu einem Erkrankten, bei dem erstmals in Frankreich das neue Coronavirus nachgewiesen wurde.

Dabei handelt es sich um einen 65-jährigen Mann, der nach einem Aufenthalt in Dubai Atemwegsprobleme entwickelt hatte und Ende April in einem Spital im nordfranzösischen Valenciennes behandelt worden war.

Die beiden Männer lagen demnach auf demselben Zimmer des Spitals, als das Virus noch nicht diagnostiziert worden war. Der Mann, bei dem jetzt das Coronavirus bestätigt wurde, befindet sich mittlerweile auf der Isolierstation der Infektionsabteilung einer Klinik im nordfranzösischen Lille.

Eine Frau und zwei Männer, die wegen ihres Kontakts mit dem ersten Patienten als Verdachtsfälle galten, wurden laut den Angaben negativ getestet. Sie waren ausser Gefahr und durften nach Hause zurückkehren.

Weltweit 33 Fälle bestätigt

Bisher gibt es weltweit 33 bestätigte Fälle von Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus NCoV - ausser in Frankreich vor allem in Saudi-Arabien, aber auch in Deutschland, Grossbritannien und Jordanien. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben 18 Menschen nach der Ansteckung mit dem Virus, elf von ihnen in Saudi-Arabien.

Mitte März war in München ein Mann aus Abu Dhabi an dem Virus gestorben. Der 73-Jährige war zur Behandlung nach Deutschland gebracht worden. Die WHO warnte kürzlich vor der Ausbreitung des Erregers.

Übertragungsweg noch unklar

Das neue Virus wurde vor rund einem Jahr entdeckt und hat Ähnlichkeit mit SARS. Das neue Virus kann grippeähnliche Symptome auslösen, aber auch zu einer schweren Lungenentzündung führen. Anders als beim SARS-Virus führt der neue Erreger auch rasch zu Nierenversagen. Der genaue Übertragungsweg ist noch unklar.

Bei der von China ausgehenden SARS-Epidemie im Jahr 2003 waren weltweit rund 8000 Menschen infiziert worden, etwa 800 von ihnen starben.

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SDA-ATS