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Beim Prozess zu den Anschlägen in Norwegen hat der Bruder eines der auf Utøya getöteten Opfer einen Schuh auf den rechtsradikalen Attentäter Anders Behring Breivik geworfen. "Du bist ein Mörder, fahr zur Hölle!", rief der Mann am Freitag im Gerichtssaal.

Der Schuh traf jedoch nicht Breivik, sondern seine Anwältin Vibeke Hein Baera, die zwischen dem Angeklagten und dem Publikum sass. Wie Medien berichteten, packten daraufhin Sicherheitsbeamte den Schuhwerfer und führten ihn energisch aus dem Gerichtssaal. Der Prozess wurde nach dem Vorfall einige Minuten unterbrochen.

Der Schuhwurf löste im Gerichtssaal gemischte Reaktionen aus: Einige Zuhörer applaudierten und riefen "bravo", andere begannen zu weinen. Breivik selbst zeigte sich ungerührt. Gerichtsreporter zitierten ihn mit den Worten: "Wer immer etwas nach mir werfen will, sollte dies tun, wenn ich das Gericht betrete oder verlasse."

Breivik hatte am 22. Juli 2011 zunächst im Osloer Regierungsviertel mit einer Autobombe acht Menschen getötet, bevor er in einem Jugendlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utøya 69 Menschen tötete.

Der 33-Jährige ist geständig, plädierte aber auf nicht schuldig. Seinen Angaben zufolge waren die blutigen Anschläge "grausam, aber notwendig", um Norwegen vor einer angeblich drohenden "muslimischen Invasion" zu retten.

SDA-ATS