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Nach den geplanten Verschärfungen zur Bekämpfung von sexuellen Übergriffen will die Organisation Marche Blanche nicht auf ihre Initiative verzichten. Das Begehren fordert wie der Bundesrat ein Berufsverbot für Pädokriminelle. Es soll dem Parlament Druck machen.

Im Grossen und Ganzen zeigte sich die Präsidentin von Marche Blanche, Christine Bussat, zufrieden mit der Vorlage des Bundesrates. "Es ist schade, dass es solange gebraucht hat, bis etwas geschah", sagte sie am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Die Sammelfrist für die Initiative "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen" läuft am 20. April ab. In diesen Tagen sei die Marke von 100'000 Unterschriften erreicht worden, sagte Bussat. Die Initiative werde in den nächsten Wochen eingereicht, "um den Druck auf das Parlament aufrecht zu halten".

Nicht einverstanden zeigt sich Bussat mit zeitlich begrenzten Berufsverboten. Sie müssten automatisch lebenslang gelten, sagte die Urheberin der Unverjährbarkeitsinitiative. Mit dem Kontakt- und Rayonverbot geht der Vorschlag des Bundesrates weiter als die Initiative - das begrüsst Bussat.

Wichtiges Mittel für Heime

Das ausgeweitete Berufsverbot sei ein wichtiges Signal für die Behinderteninstitutionen, sagte Ivo Lötscher, Geschäftsführer des Heimverbandes INSOS. Er wertet den Vorschlag des Bundesrates als wichtigen Schritt. Das Verbot käme einer schwarzen Liste nahe, wie sie die Branchenorganisation für Behinderteninstitutionen erst am Dienstag vorgeschlagen hat.

Erfreut zur Kenntnis nimmt Lötscher, dass ein erweiterter Strafregisterauszug geschaffen werden soll. Darin werden über die normalen Fristen hinaus Tätigkeits-, Kontakt- und Rayonverbote ausgewiesen. Wer Personen zur Arbeit mit Schutzbedürftigen einstellt, muss einen solchen Auszug einholen.

Das sei ein geeignetes Mittel, Berufsverbote durchzusetzen, sagte Lötscher. Er geht davon aus, dass allein die Existenz eines solchen Auszugs präventiv wirken könnte.

Dass Vereine künftig verpflichtet sind, den Auszug einzuholen, wenn sie beispielsweise einen neuen Junioren-Trainer anstellen wollen, hält auch Swiss Olympic für besonders positiv. Ein Strafregisterauszug werde schon heute angefordert, sagte Sprecher Christof Kaufmann. Swiss Olympic habe das aber lediglich empfehlen können.

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SDA-ATS