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Das defizitäre Thermalbad in Baden AG schliesst Ende Juni die Türen. Die Betreiberin des Bades, die Verenahof AG, begründet das Aus mit sinkenden Besucherzahlen sowie hohen Unterhalts- und Betriebskosten. Das geplante Neubauprojekt von Architekt Mario Botta wird vorangetrieben.

Die Weiterführung des bestehenden Thermalbades sei aufgrund des Zustandes und der technischen Einrichtungen nicht mehr zu verantworten, teilte die Verenahof AG am Donnerstag mit. Auch die Grabungen der Kantonsarchäologie im Bäderquartier mit seiner über 2000-jährigen Geschichte würden den Betrieb erschweren.

Die Betriebskosten würden seit Jahren die Einnahmen übersteigen. Der Verlust sei "erheblich", hält die Betreiberin des Thermalbades fest. Die notwendigen Investitionen für den Unterhalt seien in den letzten Monaten bereits minimiert worden.

29 Mitarbeitende betroffen

Von der Schliessung der Anlage per Ende Juni sind 29 Mitarbeitende betroffen. 14 Angestellte müssen einen neuen Job suchen. Die Verenahof AG will den Betroffenen bei der Stellensuche helfen.

Im Badener Bäderquartier soll eine neue Therme des Tessiner Architekten Mario Botta entstehen. Die Verenahof AG will das Baugesuch im Herbst einreichen. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2013 beginnen. Die Eröffnung des Neubaus ist für 2015/16 geplant.

Ende Januar hatte der Einwohnerrat (Stadtparlament) der notwendigen Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung zugestimmt. Die Interessengemeinschaft "schöner baden" forderte wiederholt eine Reduzierung des Botta-Bauvorhabens. Es füge sich zu wenig in die Umgebung ein, hiess es.

Thermalbad als Dauerthema

In Baden wird seit Jahrzehnten über eine Neubelebung des Bäderquartiers diskutiert. Nicht weniger als 14 verschiedene Projekte wurden bearbeitet - keines davon jedoch umgesetzt. Bereits die Römer hatten die Thermen genutzt.

Im Kanton Aargau gibt es insgesamt vier Thermalbäder. Neben Baden werden in Rheinfelden, Bad Zurzach und Schinznach-Bad moderne Thermalbäder mit Wellnessangeboten betrieben.

SDA-ATS