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Basel - Markus Somm, bisher bei der "Weltwoche", hat am Montag per sofort die Chefredaktion der "Basler Zeitung" (BaZ) übernommen. Das Blatt solle landesweit mehr wahrgenommen werden, erklärte BaZ-Verleger Martin Wagner bei der Bekanntgabe des überraschenden Wechsels.
Die Nachricht kam kurzfristig: Aktionäre und Verwaltungsrat hätten den 1965 geborenen Somm "mit sofortiger Wirkung" zum Chefredaktor ernannt, teilte Wagner mit. Stellvertreter werde Urs Buess, schon bisher Mitglied der Chefredaktion. Derweil verliessen der bisherige Chefredaktor Matthias Geering und Chefredaktionsmitglied Raphael Suter die BaZ gleichentags.
Mehr nationale AusstrahlungMehr nationale Ausstrahlung ist erklärtes Ziel von Wagner und Somm: "Wir verdienen mehr Wahrnehmung", sagte Wagner an einer kurzfristig angesetzten Medienkonferenz. Laut Somm soll man Basel "wieder hören", und die Chance der BaZ als einzige von Zürcher Verlagen unabhängige Tageszeitung einer grösseren Schweizer Stadt müsse gepackt werden.
"Wir wollen nach vorne", erklärte Wagner ausserdem: Der Tessiner Financier Tito Tettamanti und er seien bei der Übernahme der BaZ "angetreten, eine publizistische und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte" zu schreiben - Voraussetzung dafür sei guter Journalismus.
Um die Ziele zu erreichen, ist Somm für Wagner als "schweizweit bekannte Persönlichkeit" und "Vollblutjournalist" der geeignete Mann. Somm sei "jemand, der einen anderen Blickwinkel hat". Dieser bezeichnete sich selber als "liberal im klassischen Sinn" und betonte, wichtig sei ihm die kritische Haltung gegenüber allem.
Dies gelte gegenüber einer rot-grünen Regierung wie in Basel als auch gegenüber einer bürgerlichen. Insbesondere soll die BaZ aber auch Debatten anreissen; denn laut Somm ist es "etwas ein Missstand in der Schweiz", dass dies unter den Medien zu wenig stattfinde. Weitere Angaben zur Ausrichtung wurden nicht gemacht.
Zum abrupten Weggang des bisherigen Chefredaktors Matthias Geering und von Raphael Suter sagte Wagner, diese verliessen die BaZ "in good terms". Beide hätten für die Zeitung wertvolle Dienste in einer wichtigen Zeit geleistet, jetzt aber im Unternehmen "keinerlei Perspektiven mehr gefunden".

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SDA-ATS