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Der Marsch der Basler Fussballfans durch die Berner Innenstadt ist am Sonntag ohne grössere Ausschreitungen über die Bühne gegangen. Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause erlebte ihn jedoch als "nicht friedlich".

Die Stimmung sei aggressiv gewesen, die Fans hätten auf ihrem Weg durch die Stadt zum Stade de Suisse zahlreiche Petarden gezündet und Passanten verängstigt, sagte Nause auf Anfrage. Er bezeichnete dies als "Fan-Unkultur".

Nach ihrer Ankunft färbten hunderte FCB-Fans den Berner Bahnhofplatz buchstäblich rot-blau ein. An eine von der Polizei vorgegeben Route hielten sie sich nicht und schlugen stattdessen forschen Schrittes den Weg Richtung Kornhausbrücke zum Stadion ein.

Unterwegs liessen die Fans Feuerwerkskörper und "Kracher" los, wie ein SDA-Korrespondentin vor Ort feststellte. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot präsent, hielt sich aber tendenziell eher im Hintergrund.

Nach dem Spiel, das übrigens unentschieden 3:3 endete, zogen die Fans ohne grössere Ausschreitungen ab, wie ein Augenschein vor Ort ergab.

SBB gibt Druck der Fans nach

Die Basler Fans setzten vor einigen Tagen beim Bahnunternehmen SBB durch, dass ihr Extrazug am Sonntag nicht wie üblich zur Bahnstation beim Stade de Suisse fährt, sondern weiter bis zum Hauptbahnhof, damit die FCB-Fans ihren Protestmarsch antreten konnten.

Tue dies die SBB nicht, würden die Basler Fans die regulären Züge zur Anreise benutzen. Genau dies wollten die SBB-Verantwortlichen aber unbedingt verhindern und beugten sich dem Druck der Basler Fans.

Sicherheitskosten für die Stadt

Über diese Erpressung ärgerte sich wiederum der Berner Sicherheitsdirektor. Es könne nicht angehen, dass Fans die Regeln diktierten und Sicherheitsauflagen der Polizei derart in den Wind geschlagen würden.

Wütend zeigte sich Nause aber auch über die Fussball-Nationalliga, die sich die Sache zu einfach mache. "Die Liga verdient das Geld und wir haben die Kosten", ereiferte sich der Sicherheitsdirektor.

Die Stadt Bern konnte vergangenes Jahr immerhin den Aufwärtstrend bei den Sicherheitskosten für die Bekämpfung von Gewalt rund um Sportanlässe stoppen. Insgesamt kamen aber immer noch rund 29'000 Einsatzstunden der Polizei zusammen. Das entspricht nach Angaben von Nause von Ende März etwa drei Millionen Franken.

Die meisten Einsatzstunden fallen beim Fussball an, deutlich weniger bei Eishockey-Spielen.

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SDA-ATS