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Der 50-jährige Walliser Martin Schmidt ist neuer Trainer beim Bundesliga-14. Wolfsburg. Der frühere Mainzer Trainer ersetzt den entlassenen Andries Jonker.

Nach dem Sturz in die Barrage hat die VfL-Leitung im Sommer das Kader umfassend verändert und Frischluft zugeführt. Bewirkt haben die Umstellungen wenig bis nichts. In den ersten vier Runden mit nur zwei Treffern und einem Sieg ist der Tabellen-14. bereits wieder in Bedrängnis geraten.

Der frühere Bayern-Assistent Jonker verlor nicht nur zu viele Spiele, sondern ziemlich schnell auch das Vertrauen seiner Chefs. 24 Stunden vor dem nächsten Heimauftritt gegen Bremen und vier Tage vor der Partie in München handelte das Präsidium und präsentierte bereits am Tag der Freistellung den neuen Hoffnungsträger: den Ex-Mainzer Schmidt.

"Wir wollten keine Interimslösung anstreben, sondern sofort den neuen Chef installieren", erklärte Sportchef Olaf Rebbe. Schmidt wenige Monate nach seiner Vertragsauflösung in Mainz verfügbar. Der 50-Jährige geniesst in Deutschland den Ruf des innovativen Machers, der seine Ziele laut und energisch durchzusetzen weiss. Er der eigentliche Gegenentwurf des eher leisen Niederländers Jonker.

Fabian Frei hat bis im letzten Mai zwei Saisons unter Schmidt gearbeitet: "Er verlangt auf und neben dem Platz immer maximales Engagement. Seine Energie kann ansteckend sein, dann ist der Effekt positiv", sagt der Nationalspieler zur Nachrichtenagentur sda über seinen ehemaligen Coach.

Dass Schmidt sich jeden Abschnitt seiner unkonventionellen Laufbahn, die ihn aus dem Walliser 2.-Liga-Hinterhof Raron über den Thuner Nachwuchs bis in die deutsche Klub-Eliteklasse führte, hart erarbeiten musste, sei zu spüren: "Er ist ein extremer Chrampfer", so Frei.

Mit seiner unaufhörlich fordernden Art eckt der Schweizer in der Kabine dann und wann auch an. In der dritten Spielzeit beim FSV Mainz schrammte er um Haaresbreite an der Relegation vorbei. Zu oft fehlte dem ehrgeizigen Trainer der taktische Plan B; zu oft sprintete und arbeitete seine Mannschaft nur, ohne den geringsten Ansatz von Kreativität.

In Wolfsburg muss Schmidt mit einem nach wie teuren Team Fahrt aufnehmen und ein zunehmend enttäuschtes Umfeld ohne Anlaufzeit überzeugen. Der Anhang hat bessere Zeiten in Erinnerung: Im April 2016 stand Wolfsburg im Champions-League-Viertelfinal, ein Jahr zuvor gewann der Verein den Cup.

Wie gross die Nervosität und Ungeduld inzwischen sind, offenbart die Trennung von Jonker. Nur 16 Spiele räumten sie ihm ein, nur fünf Siege in jener Zeitspanne genügten nicht zur Fortsetzung; auch die Rettung im Abstiegs-Duell mit Braunschweig ging schnell vergessen.

Mitte Juli eröffnete Jonker im "kicker", was er vorhatte: "Profi-Fussball wird für die Fans gespielt. Was wollen die sehen? Tore, Spektakel, Siege, so einfach ist das. Sie wollen nicht sehen, dass ihre Mannschaft jedes Heimspiel verliert, sie wollen auch keinen langweilen und schlechten Fussball sehen." 2:5 Tore, 1 Sieg, 1 Remis, 2 Niederlagen - nichts von dem, was er sich vorgestellt hatte, war zu sehen.

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SDA-ATS