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Marco Rohrer (23.) gewinnt an der Skeleton-WM das Schweizer Duell gegen Riet Graf (27.) dank einer guten Fahrt im 3. Lauf. Weltmeister wird zum 5. Mal der Lette Martins Dukurs.

Am Ende wusste Marco Rohrer nicht so recht, ob er sich ärgern oder doch ein wenig freuen sollte. Mit der 18. Zeit - trotz der hohen Startnummer 28 - hatte sich der 29-jährige Obwaldner noch um fünf Positionen verbessert, doch der ursprünglich angestrebte Platz in den Top 20 war bereits am Freitag ausser Reichweite geraten. "Drei solche Fahrten - und ich wäre im Finaldurchgang dabei", wusste der Innerschweizer. "Die letzte Fahrt war wenigstens ein versöhnlicher Abschluss."

Dank diesem überholte er seinen fünf Jahre jüngeren Teamkollegen Riet Graf letztlich deutlich um 44 Hundertstel. Der Engadiner war mit seinem WM-Debüt dennoch im Grossen und Ganzen zufrieden. "Am Start muss ich mich noch verbessern", ist er sich bewusst. Mit seinen für einen Skeletonfahrer ausserordentlichen Körpergrösse (1,93 m) ist er da allerdings deutlich im Nachteil. "Fahrerisch und in Sachen Material war diese Saison ein deutlicher Fortschritt."

Martins Dukurs wurde derweil zum fünften Mal Weltmeister, auch wenn er am Sonntag etwas Boden verlor. Der 32-jährige Lette liess den Deutschen Axel Jungk, der erstmals eine Einzel-Medaille gewann, um 37 Hundertstel hinter sich. Olympiasieger war der überragende Skeletonfahrer der Gegenwart allerdings noch nie. In Vancouver belegte er hinter dem Kanadier Jon Montgomery den 2. Platz, in Sotschi hinter dem Russen Alexander Tretjakow. Ähnliches könnte ihm auch nächstes Jahr in Pyeongchang blühen. Der Südkoreaner Yun Sungbin, Zweiter im Weltcup, verzichtete auf die WM, um zuhause zusätzliche Trainingsfahrten auf der nächsten Olympiabahn zu absolvieren.

SDA-ATS

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