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Massencrash auf A19: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

Nach der Massenkarambolage auf der Autobahn Berlin-Rostock im Norden Deutschlands hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Acht Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, mehr als 20 Verletzte liegen noch im Spital.

Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung, sagte Staatsanwältin Maureen Wiechmann am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Nun soll geklärt werden, "ob Autofahrer angesichts der Sandwand zu schnell oder zu unvorsichtig gefahren sind."

Der Sandsturm hatte den Fahrern am Freitag die Sicht genommen: 131 Menschen wurden verletzt. 80 Autos rasten ineinander, knapp 30 gingen in Flammen auf, auch ein Gefahrguttransporter brannte.

Das Inferno richtete einen Millionenschaden an, schätzten Polizisten an der Unfallstelle. Die Reperaturarbeiten dürften noch Tage dauern. Teile der Autobahn sind weggeschmolzen. Die genauen Identitäten der Toten waren bis Samstagmittag noch nicht geklärt.

Die Retter hatten am Samstagvormittag bis auf einen noch immer brennenden Laster alle in den Unfall verwickelten Fahrzeuge von der Autobahn geschleppt. Es war die verheerendste Massenkarambolage der vergangenen 20 Jahre in Deutschland.

Wulff spricht Beileid aus

Bundespräsident Christian Wulff sprach den Hinterbliebenen am Samstag sein Beileid aus. "Hoffentlich werden die vielen Verletzten schnell genesen. Ich danke den unzähligen hauptberuflichen und ehrenamtlichen Helfern, die Übermenschliches vor Ort geleistet haben und leisten", sagte das Staatsoberhaupt. "Viele Präsidenten Europas haben uns ihr Mitgefühl und ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht."

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