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Im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA analysiert Degenfechter Max Heinzer den ersten WM-Titelgewinn einer Schweizer Equipe am Donnerstag im chinesischen Wuxi.

Max Heinzer, wie war dieser historische Erfolg möglich?

"Es war ein spezieller Tag. Wir hatten auch unsere Ups and Downs. Wir haben aber auch bei umstrittenen Schiedsrichter-Entscheiden die Konzentration gehalten und sind nicht von unserem Weg abgekommen."

Daniel Giger, früher selber zweifacher Olympia-Medaillengewinner mit dem Team, sagte gegenüber Keystone-SDA, dass man im Final anhand der Leistung von Michele Niggeler gesehen hätte, dass jeder im Schweizer Team Verantwortung tragen könne.

"Im Final gegen Südkorea leisteten Michele Niggeler und Luca Malcotti Aussergewöhnliches. Malcotti brachte uns im ersten Gefecht in Führung, Niggeler erzielte viele wichtige Treffer. Alle leisteten Besonderes und unterstützten sich stets gegenseitig."

Nach dem vierten EM-Rang vor einem Monat hatten Sie eine Steigerung an der WM kaum für möglich gehalten. Nach der EM wurde mit Silvio Fernandez, dem früheren Weltklassefechter und Ehemann der ehemaligen Spitzensport-Chefin Sophie Lamon, ein Video-Analytiker hinzugezogen. Wie gross ist dessen Anteil am Erfolg?

"Fernandez lieferte uns tolle Inputs. Er machte uns taktisch schlauer. Wir hatten schon vorher unsere eigenen Videos gemacht, um uns auf Gegner einzustellen. Doch jetzt erhielten wir alles auf dem Servierteller präsentiert. Es war viel detaillierter, für jeden von uns war es individuell auf die Gegner zugeschnitten mit Einbezug der persönlichen Stärken. Vor den Gefechten studierten wir jeweils nochmals die Bilder. Jeder wusste so genau, was wann zu tun ist. So konnten wir uns auch mehr auf uns selber und noch mehr auf die Erholung konzentrieren."

Welche Elemente waren weiter zielführend auf dem Weg zum Goldgewinn? Schliesslich schlugen Sie im Halbfinal mit Frankreich einen bislang fast unüberwindbaren Gegner. Und gegen Südkorea war die Erfolgsbilanz in den letzten Jahren auch nicht viel besser.

"Der unerschütterliche Glauben an uns. In einem WM-Final werden die Karten immer neu gemischt. Und im Halbfinal gegen Frankreich wählten wir diesmal eine andere Taktik. Ich war nicht Schlussfechter, sondern riskierte einfach im vorletzten Gefecht alles (Heinzer gelang ein vorentscheidendes 10:2 gegen Fava - Red.). Anschliessend brachte Beni Steffen mit einem 5:5 gegen Borel alles heim. Das brachte uns ein riesiges Selbstvertrauen für den Final."

Ist dies der grösste Erfolg Ihrer Laufbahn?

"Sicher einer davon. Der Titelgewinn konnte zwar nicht erwartet werden. Doch ich gewann mit dem Team schon drei EM-Titel, weitere EM- und WM-Medaillen und feierte sechs Weltcupsiege in den letzten Jahren. So gesehen ist dieser Titelgewinn keine Sensation."

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SDA-ATS