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US-Präsident Donald Trump wurde nach seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf kritisiert - er habe sich nicht mit klaren Worten gegen die Einmischung Russlands in die US-Wahlen verwahrt. Sein Verhalten grenze an Hochverrat, sagte der frühere CIA-Chef John Brennan.

KEYSTONE/EPA/ANATOLY MALTSEV

(sda-ats)

Der Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin ist auf scharfe Kritik gestossen. US-Kongressmitglieder warfen Trump vor, er habe sich nicht mit klaren Worten gegen die Einmischung Russlands in die Wahlen verwahrt.

Für den einflussreichen republikanischen Senator John McCain stellte Trumps Auftritt einen "Tiefpunkt in der Geschichte der amerikanischen Präsidentschaft" dar.

Aus Sicht des Fraktionschef der Demokraten im Senat, Charles Schumer, hat sich Trump an die Seite Putins gegen die amerikanische Justiz gestellt, gegen Verteidigungspolitiker und Geheimdienste. Das sei "gedankenlos, gefährlich und schwach".

Putin hatte bei der Pressekonferenz mit Trump zum Abschluss des Gipfeltreffens jede Einmischung in den US-Wahlkampf im Jahr 2016 zurückgewiesen. Trump sagte daraufhin: "Ich habe grosses Vertrauen in meine Geheimdienstleute. Aber ich werde Ihnen sagen, dass Präsident Putin in seinem Dementi heute extrem stark und kraftvoll war." Er fügte hinzu: "Ich habe Vertrauen in beide Parteien."

Am Freitag hatten US-Sonderermittler Klagen gegen zwölf russische Agenten erhoben, denen sie vorwerfen, als Massnahme zur Beeinflussung der Wahl in das Computernetz der US-Demokraten eingedrungen zu sein.

Der Präsident des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, sagte denn auch, es gebe keine Zweifel, dass sich Russland in die Präsidentenwahl eingemischt habe. Trump müsse anerkennen, dass Russland kein Verbündeter der USA sei, sagte der republikanische Politiker. Die Staaten seien nicht moralisch ebenbürtig. Russland lehne die meisten Grundwerte und Ideale Amerikas ab.

"Grenzt an Hochverrat"

Der frühere CIA-Chef John Brennan sagte, Trumps Äusserungen grenzten an Hochverrat. Sie seien nicht nur idiotisch. Putin habe ihn damit völlig in die Tasche gesteckt. Der demokratische Abgeordnete Adam Schiff schrieb auf Twitter, Putin werde die Äusserungen Trumps als grünes Licht für eine Einmischung in die bevorstehenden Kongresswahlen im November ansehen, und das sei es auch.

Trump und Putin zeigten sich derweil zuversichtlich. So bezeichnete Putin dieses im Anschluss als "sehr erfolgreich und sehr nützlich". Das Gespräch sei in "offener und geschäftsmässiger Atmosphäre" verlaufen. Es gebe "keine objektiven Gründe" für Spannungen im Verhältnis beider Staaten, sagte er Heute seien Moskau und Washington mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Diese könnten nur mit vereinten Kräften gelöst werden.

Auch Trump hat sich zufrieden über sein Treffen mit Wladimir Putin geäussert. "Der Dialog ist sehr gut verlaufen", sagte er bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. "Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt."

Das Gipfeltreffen hat seiner Einschätzung zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen beigetragen. "Unsere Beziehung war nie schlechter als sie es jetzt ist", hatte Trump zuvor gesagt. Das habe sich nun mit den Gesprächen in Helsinki geändert.

Trump und Putin waren am Montag rund zwei Stunden zu einem Vier-Augengespräch in der finnischen Hauptstadt zusammengekommen. Anschliessend hatten die beiden Präsidenten ihr Treffen in grösserer Runde fortgesetzt. Daran nahmen unter anderem auch die Aussenminister Mike Pompeo und Sergej Lawrow teil.

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