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Nach ihrer Absenz im letzten Jahr kehrt Brianna McNeal in eindrücklicher Manier nach Luzern zurück. Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler bleibt dagegen wie im Vorjahr nur der 2. Platz.

Die Amerikanerin Brianna McNeal (ehemals Rollins) feierte in Luzern bei ihrer vierten Teilnahme über die 100 m Hürden ihren dritten Sieg. In 12,44 Sekunden egalisierte die Olympiasiegerin von Rio de Janeiro 2016 den 23 Jahre alten Meetingrekord der Kasachin Olga Schischigina. Sie verwies die Deutsche Pamela Dutkiewicz (12,67) und ihre Landsfrau Christina Manning (12,71) auf die weiteren Plätze. Umso eindrücklicher ist das Resultat McNeals, als dass sie nach einer einjährigen Zwangspause erst im März auf Wettkampf-Ebene zurückkehren durfte - seither dominiert sie die 100 m Hürden aber bereits wieder, als wäre sie nicht weg gewesen.

McNeal war für ein Jahr von Wettkämpfen ausgeschlossen worden, nachdem sie 2016 drei Dopingtests verpasst hatte. Das Unglückliche dabei: Zwei der Kontrolltermine waren terminiert, während die Athletin bei einer Parade in ihrer Heimat Florida sowie im Weissen Haus für ihre Goldmedaille von Rio geehrt wurde. Die Wettkampfpause hat McNeals indes nicht geschadet: vergangenen Monat lief sie beim Meeting in Stockholm Jahresweltbestzeit (12,38), in Luzern feierte sie im zehnten Wettkampf seit ihrer Rückkehr den siebten Sieg.

Olympiasieger straucheln

Über die 400 m Hürden musste sich Favoritin Dalilah Muhammad in einem hochstehenden Endspurt der Jamaikanerin Janieve Russell (53,63) geschlagen geben. Die Olympiasiegerin von Rio und WM-Zweite von London (2017) beendete das Rennen, bei dem Léa Sprunger (54,92) Vierte wurde, in 53,79 Sekunden "nur" im 2. Rang.

Mit Thomas Röhler blieb einem weiteren Olympiasieger von 2016 nur der 2. Platz. Der 26-Jährige, der im vergangenen Jahr in Luzern seinem derzeit verletzten und darum in Luzern abwesenden Landsmann Johannes Vetter unterlegen war, musste sich heuer Magnus Kirt aus Estland geschlagen geben. Röhlers vierter Versuch auf 84,25 Meter flog mehr als einen Meter weniger weit, als Kirts zweiter Versuch (85,42).

Über die 100 m der Männer triumphierte der Amerikaner Michael Rodgers. Der zweifache WM-Silbermedaillengewinner mit der Staffel liess in 10,08 Sekunden mit dem Jamaikaner Yohan Blake prominente und nicht minder hochkarätige Konkurrenz hinter sich. Blake, der das Rennen in 10,12 als Zweiter beendete, ist gemeinsam mit dem Amerikaner Tyson Gay hinter Usain Bolt der zweitschnellste Mann der Welt.

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SDA-ATS