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Das Online-Lexikon Wikipedia bleibt in der Türkei blockiert - ein Gericht wies eine Beschwerde gegen die Sperrung zurück. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/ERIC RISBERG

(sda-ats)

Das Onlinelexikon Wikipedia bleibt in der Türkei blockiert. Ein Gericht in Ankara wies am Freitag eine Beschwerde der Wikimedia-Stiftung zurück, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Als Begründung gab das Gericht an, Wikipedia-Artikel brächten "die Türkei mit Terrorgruppen in Verbindung".

Die Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologie hatte den Zugang zu Wikipedia am vergangenen Wochenende blockiert. Als Grund für die Sperre hatte die Behörde erklärt: "Trotz aller Bemühungen wurde der Inhalt, der fälschlicherweise behauptet, die Türkei unterstütze Terrororganisationen, nicht gelöscht."

Offen blieb dabei, um welche Inhalte es sich genau handelt. Nach Angaben des Senders CNN Türk geht es um zwei Artikel auf der englischsprachigen Wikipedia-Webseite über Aktivitäten der Türkei in Syrien.

Der Chef der Kommunikationsbehörde, Ömer Fatih Sayan, hatte gesagt, vor einem Aufheben der Sperre müsse Wikipedia die betroffenen Inhalte überarbeiten. In der Türkei sind Zehntausende Webseiten gesperrt. Von behördlichen Blockaden betroffen waren in der Vergangenheit auch soziale Medien wie Twitter und Youtube.

SDA-ATS

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