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Mediziner sollen über Komplementärmedizin Bescheid wissen

Ärzte, Zahnärzte, Chiropraktiker und Apotheker sollen sich bereits in der Grundausbildung mit der ärztlichen Grundversorgung auseinandersetzen und sich angemessene Kenntnisse über die Komplementärmedizin aneignen. Der Bundesrat hat am Mittwoch eine entsprechende Gesetzesänderung in die Vernehmlassung geschickt.

Gemäss einem Communiqué des Bundesamts für Gesundheit, will der Bundesrat mit der Revision des Medizinalberufegesetzes verschiedene Fragen angehen, die in den letzten Jahren aufgeworfen wurden.

Wegen der Annahme der Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin" müssen Bund und Kantone dafür sorgen, dass die Komplementärmedizin bereits in der Ausbildung angemessen berücksichtigt wird. Im Gesetz sollen dazu nun die Aus- und Weiterbildungsziele entsprechend angepasst werden.

Ausserdem sollen sich die Studierenden auch mit Fragen rund um die medizinische Grundversorgung, darunter die Hausarztmedizin, auseinandersetzen.

Anerkennung ausländische Diplome

Gleiches gilt für den Umgang mit Informationen im medizinischen Alltag. Da Informations- und Kommunikationstechnologien für das medizinische Fachpersonal immer wichtiger werden für eine gute Behandlung, sollen die Studierenden den richtigen Umgang mit medizinischen Daten und Patienteninformationen bereits frühzeitig lernen.

Weiter profitiert der Bundesrat von der Gesetzesrevision, um die Schweizer Gesetzgebung in Fragen rund um die Anerkennung von ausländischen Diplomen und Weiterbildungstitel sowie in Fragen der Berufsausübung der EU anzupassen. Die Vernehmlassung dauert bis am 28. Oktober 2011.

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