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Mehr als 100 Tote bei Anschlagsserie im Irak

Dieser Inhalt wurde am 10. Mai 2010 - 22:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Bagdad - Terroristen haben im Irak über 100 Menschen getötet - es war die schlimmste Serie von Anschlägen seit Jahresbeginn. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer waren Zivilisten.
Irakische Politiker verschiedener Konfessionen erklärten, Ziel der Terroristen sei es offensichtlich, neue Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten zu säen.
Der schlimmste Anschlag ereignete sich in der Stadt Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad. Dort explodierten zuerst zwei Autobomben vor einer Textilfabrik.
Als Ärzte vor der Fabrik eintrafen sprengte sich neben einem Krankenwagen ein Selbstmordattentäter in die Luft. Lokale Medien berichteten, insgesamt seien in Hilla über 50 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 200 wurden verletzt.
Am frühen Abend explodierte ein Sprengsatz auf einem Markt in der südlichen Hafenstadt Basra. Die Autobombe tötete mehrere Menschen, wie der Nachrichtensender Al-Arabija meldete.
Bereits zuvor kam es an verschiedenen Orten im ganzen Land zu mehreren Attentaten von Aufständischen mit zahlreichen Toten und Verletzten, darunter in Bagdad, in der west-irakischen Provinz Anbar und im Norden des Landes.
Bei Angriffen auf Checkpoints in Bagdad wurden auch Soldaten und Polizisten getötet. "Das war eine Botschaft an uns: sie können uns gleichzeitig an verschiedenen Stellen angreifen, weil sie überall Zellen haben", sagte ein Behördenvertreter.
Die Aufständischen, vermutlich sunnitische Islamisten, setzten bei den Angriffen Schalldämpfer ein, offenbar eine neue Taktik, die noch mehr Chaos auslösen soll. Offenbar sollen die Angriffe zeigen, dass die Extremistenorganisation Al-Kaida noch immer eine Kraft im Irak ist.

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