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Mehr als 1400 Migranten sind in den vergangenen drei Tagen aus den Gewässern der Ägäis gerettet worden. Freiwillige Helfer, Einwohner und Beamte der griechischen Küstenwache beteiligten sich an den Hilfseinsätzen, wie die Küstenwache am Montag mitteilte.

Für 19 Menschen sei aber jede Hilfe zu spät gekommen. Unter den Opfern seien auch zahlreiche Kinder, hiess es.

Am Montagmorgen erreichte ein Fischerboot mit rund 200 Migranten die Küste der Insel Rhodos. Einwohner eilten zur Hilfe und bildeten eine Menschenkette, um Kleinkinder an Land zu bringen, wie örtliche Medien berichteten.

Zuvor hatten es Tausende Migranten an Bord von Schlauch- und Plastikbooten geschafft, die griechischen Inseln aus eigener Kraft zu erreichen. Allein auf Lesbos sollen Schätzungen örtlicher Medien zufolge allein am Sonntag fast 5000 Flüchtlinge angekommen sein.

Rekordzahl an Flüchtlingen im Oktober

Allein im Oktober sind nach UNO-Angaben mehr als 218'000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Das sei die höchste Zahl, die jemals innerhalb eines Monats registriert worden sei, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag in Genf mit. Und es sind mehr Flüchtlinge als im gesamten Jahr 2014 mit 216'000 Bootsflüchtlingen, die über das Mittelmeer kamen.

In diesem Jahr wagten den Angaben zufolge bislang insgesamt mehr als 744'000 Menschen die gefährliche Überfahrt. Der Oktober sei der bisherige "Rekordmonat" gewesen, sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards der Nachrichtenagentur AFP. Mindestens 3440 Bootsflüchtlinge kamen nach UN-Angaben in diesem Jahr bereits auf dem Mittelmeer ums Leben.

Ansturm auf Balkanroute ungebrochen

Tausende Flüchtlinge streben derweil weiter über die Balkanroute in Richtung Österreich und Deutschland. In Slowenien seien von Sonntag bis zum frühen Montagmorgen (5 Uhr) 8500 Menschen angekommen, berichtete die Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf die Polizei. Weiter südlich erreichten allein in den ersten Stunden des Montags rund 3500 neue Flüchtlinge Kroatien, meldete das Innenministerium.

Das jüngste EU-Mitglied transportiert die meisten von ihnen mit dem Zug nach Slowenien. Von dort gelangen fast alle nach Österreich und weiter nach Bayern. Am slowenisch-österreichischen Grenzübergang Spielfeld warteten nach Angaben der Nachrichtenagentur APA etwa 2200 Menschen auf ihren Weitertransport.

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SDA-ATS