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Berlin - China, Vietnam und der Iran sind nach einem Bericht der Organisation "Reporter ohne Grenzen" die schärfsten Verfolger der freien Meinung im Internet. Weltweit sitzen derzeit 120 Blogger hinter Gittern.
Allein in China befinden sich 72 Internet-Dissidenten in Gefängnissen, heisst es in dem Bericht "Feinde des Internet". Auch Vietnam und der Iran seien in den vergangenen Monaten verstärkt gegen Oppositionelle im Netz vorgegangen.
Nur wenige Staaten wie Nordkorea, Burma, Turkmenistan und Kuba würden es sich noch leisten, ihre Bürger fast vollkommen von der Internet-Welt abzuschotten. In Nordkorea, Burma und Kuba sei der Internetzugang schon aus technischen Gründen sehr schwer. Staaten wie Saudi-Arabien, Vietnam oder Usbekistan würden zwar aus wirtschaftlichen Gründen den Netzzugang ausbauen, setzten dafür aber immer schärfere Filtersysteme ein.
In Diktaturen biete das Internet oft die einzige Plattform für Debatten und freie Informationen. Nach Angaben von "Reporter ohne Grenzen" spielt im "Cyber-Krieg" zwischen Bürgern und repressiven Regimes die Technik eine immer wichtigere Rolle. Mit immer raffinierteren Verschlüsselungsprogrammen oder Proxy-Schnittstellen versuchten viele Nutzer die Zensur zu umgehen.

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SDA-ATS