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Zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Pakistan sind am Wochenende mehr als 20 Menschen bei Anschlägen auf Politiker- und Parteibüros getötet worden. Dutzende weitere Menschen wurden in den Metropolen Karachi und Peshawar sowie der Garnisonsstadt Kohat verletzt. Zu den Angriffen bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Am Sonntag explodierten Sprengsätze vor den Büros zweier unabhängiger Kandidaten für die Parlamentswahl am 11. Mai. In der Garnisonsstadt Kohat im Nordwesten des Landes war laut Polizei das Büro des Kandidaten Noor Akbar Khan Ziel des Anschlags.

Mindestens fünf Menschen seien getötet und 22 weitere verletzt worden. Bei der Explosion wurden demnach auch Läden und Autos sowie ein nahegelegenes Büro der säkularen Awami-Nationalpartei (ANP) beschädigt.

Ebenfalls am Sonntag explodierte ein Sprengsatz vor dem Büro eines unabhängigen Kandidaten in Peshawar, der wichtigsten Stadt im Nordwesten Pakistans. Nach Behördenangaben wurden drei Menschen getötet und 13 verletzt.

Mehrere Anschläge in Karachi

Zuvor war bereits Karachi, die grösste Stadt Pakistans, Schauplatz mehrerer Anschläge. Durch die Explosion einer Autobombe in der Nähe eines Parteibüros wurden am späten Freitagabend mindestens zehn Menschen getötet. Nach Polizeiangaben wurden zudem mindestens 17 Menschen verletzt.

Demnach detonierte die Bombe, als ein Kandidat der säkularen Awami-Nationalpartei (ANP), Bashir Jan, vor Anhängern sprechen wollte. Jan selbst blieb nach ANP-Angaben unverletzt.

Durch weitere Explosionen wurden am Samstag in Karachi drei Menschen getötet, darunter ein sieben Jahre altes Mädchen. Zwei Sprengsätze richteten sich gegen säkulare Parteien, eine dritte Explosion ereignete sich nahe einer schiitischen Moschee.

Bekenntnis der Taliban

Die Taliban bekannten sich zu den Anschlägen. Grund sei die "säkulare Ausrichtung" der politischen Parteien, schrieb ein Sprecher der Tahreek-e Taliban Pakistan (TTP) am Sonntag in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP. Zudem seien die Parteien verantwortlich für Militäreinsätze in den pakistanischen Stammesgebieten.

Seit dem 11. April kamen in Pakistan nach einer Zählung der AFP mehr als 50 Menschen durch Gewalt im Zusammenhang mit der Parlamentswahl ums Leben. Die Furcht vor Anschlägen hat dazu geführt, das bisher nur wenige grosse Wahlkampfveranstaltungen abgehalten wurden.

Für das von wechselnder Militärherrschaft geprägte Land ist der Urnengang im Mai eine Zäsur, weil erstmals nach einer vollen Wahlperiode auf demokratischem Weg die Macht von einer Zivilregierung an die nächste übergeben werden dürfte.

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SDA-ATS