Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Bürgermeisterin von Oakland, Libby Schaaf, auf dem Schauplatz der Tragödie: Über 30 Menschen starben bei einem Brand eines Lagerhauses in Kalifornien.

KEYSTONE/EPA/JOHN G. MABANGLO

(sda-ats)

Das Feuer in einem Lagerhaus im kalifornischen Oakland hat mindestens 33 Menschen das Leben gekostet. Unter den Toten sind auch Teenager, wie Polizeisprecher Ray Kelly am Sonntag sagte. Manche der Opfer stammten demnach aus Europa und Asien.

Einsatzkräfte suchten das stark zerstörte Gebäude unterdessen weiter ab. Sie gingen davon aus, dass die Todeszahl weiter steigen könnte. "Wir befürchten das Schlimmste und hoffen das Beste", erklärte Kelly. Er wollte nicht sagen, aus welchen Ländern die Opfer genau stammten. Man arbeite über diplomatische Kanäle daran, sie zu identifizieren, sagte er.

Wie Bürgermeisterin Libby Schaaf sagte, wurde ein Ermittlungsverfahren zu dem Brand eingeleitet. Nähere Angaben zum Hintergrund machte sie nicht. Die Ursache des Feuers war zunächst weiter unklar. Die Ermittler sprachen vom tödlichsten Brand in der Geschichte der Stadt. Schaaf bezeichnete es als eine "Tragödie von ungeheuerlichem Ausmass".

DNA-Quellen bereitstellen

Der Brand war am Freitagabend (Ortszeit) während einer illegalen Techno-Party in dem zweistöckigen Gebäude ausgebrochen. Zwischen 50 und 100 Menschen sollen diese besucht haben.

Die Ermittler riefen Angehörige dazu auf, DNA-Quellen von vermissten Freunden oder Familienmitgliedern bereitzustellen, um die Identifikation zu erleichtern. Bislang wurden erst wenige Todesnachrichten an Familien überbracht. Ein Seelsorger kümmerte sich um Angehörige, die vor Ort ausharrten.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Das Feuer hatte über Stunden gewütet und das Gebäude erheblich zerstört. Das Dach stürzte ein, woraufhin auch die zweite Etage in Teilen einbrach. Auch am Sonntag konnte immer noch nicht alles vollständig abgesucht werden. Nach Angaben der Behörden gab es zwei Ausgänge. Über eine Sprinkleranlage und Rauchmelder verfügte das Gebäude laut Feuerwehr nicht.

Von Künstlern genutzt

Das Lagerhaus wurde von Künstlern genutzt, eine Genehmigung für die Party gab es nicht. Die Stadt hatte am 13. November eine Untersuchung eingeleitet, ob Menschen dort unerlaubterweise wohnten.

"Ich habe buchstäblich gefühlt, wie meine Haut sich pellte und meine Lungen vor Rauch erstickten", sagte der in dem Gebäude lebende Fotograf Bob Mule dem Sender KTVU. "Ich habe den Feuerlöscher nicht in Gang bekommen."

Die 420'000-Einwohner-Stadt Oakland liegt an der Bucht von San Francisco gegenüber der gleichnamigen Stadt. Im Jahr 2003 waren bei einem Feuer in einem US-Nachtclub in Rhode Island etwa hundert Menschen gestorben. Schuld an dem Brand waren pyrotechnische Effekte der dort spielenden Band.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.









The citizens' meeting

The citizens' meeting

1968 in der Schweiz

SDA-ATS