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Beim bislang schwersten Taliban-Angriff in Afghanistan in diesem Jahr sind mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere wurden nach offiziellen Angaben verletzt.

Neun in afghanische Armee-Uniformen gekleidete Männer stürmten am Mittwoch ein Gelände mit mehreren Regierungsgebäuden im Westen Afghanistans. Unter den Toten seien vor allem Zivilisten, einige Sicherheitskräfte und die Angreifer selbst, sagte der Gouverneur der Provinz Farah, Akram Chpalwak. Der Anschlag ereignete sich im Zentrum der gleichnamigen Provinzhauptstadt an der Grenze zum Iran.

Unter den Kämpfern seien Selbstmordattentäter gewesen, die ihre Sprengstoff-Westen gezündet hätten. Die übrigen Angreifer besetzten drei Gebäude auf dem Gelände und lieferten sich anschliessend einen mehrstündigen Schusswechsel mit afghanischen Sicherheitskräften, wie Chpalwak sagte.

Angriff während Taliban-Prozess

Auf dem Gelände befinden sich nach Polizeiangaben unter anderem Regierungsgebäude, ein Gericht und eine Privatbank. Zum Zeitpunkt des Angriffs fand im eingenommenen Gerichtsgebäude ein Prozess gegen Taliban-Gefangene stand.

"15 Kriminelle wurden zu dem Zeitpunkt verhört. Keiner von ihnen ist entkommen. Nur einer wurde verletzt", sagte der örtliche Polizeichef Aka Noor Kintos. Ein Arzt im Spital von Farah sagte, unter den Verletzten seien zwei Richter und ein Gefangener.

Die Taliban-Kämpfer hätten im Gericht auch Geiseln genommen, die sie später im Keller hinrichteten. Die Angreifer seien in einem Militärauto angekommen, das sie an der Pforte in die Luft gesprengt hätten, sagte Kintos.

Taliban bekennen sich zu Anschlag

Taliban-Sprecher Kari Yusuf Ahmadi bekannte sich in einer Mitteilung zu dem Angriff. In der Erklärung hiess es, der Angriff sei die Reaktion auf einen bevorstehenden "grausamen" Prozess gegen mehrere Talibankämpfer.

Die Provinz Farah galt bislang als relativ friedlich. Der Angriff vom Dienstag, der tödlichste in Afghanistan seit fast anderthalb Jahren, warf erneut die Frage auf, ob die afghanische Polizei und Armee allein die Sicherheit im Land garantieren können.

Die NATO will ihre ISAF-Kampftruppe bis Ende 2014 komplett abziehen. Auch den westlichen Soldaten ist es in den elf Jahren ihrer Anwesenheit allerdings nicht gelungen, die Taliban zu besiegen.

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SDA-ATS