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Die Arbeitsbedingungen in der Schweiz sind gut. Die Beschäftigten in der Schweiz können flexibler und selbstbestimmter arbeiten als die Arbeitnehmenden in den EU-Ländern, wie eine Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) aufzeigt.

91 Prozent der Erwerbstätigen sind denn auch zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen. Damit ist die Schweiz vorne mit dabei: Nur in fünf EU-Ländern ist die Zufriedenheit noch höher. Im Vergleich mit der EU stehe die Schweiz gut da, schreibt das Seco in einem Communiqué am Montag.

Dennoch sieht das Seco Handlungsbedarf. Als kritisch wird insbesondere die zunehmende Belastung der Erwerbstätigen beurteilt. Arbeitstempo und Termindruck seien in der Schweiz überdurchschnittlich hoch.

Im untersuchten Zeitraum zwischen 2005 und 2010 nahmen die organisatorischen Belastungen tendenziell zu. In keinem EU-Land seien diese stärker ausgeprägt, schreibt das SECO.

Die physischen Belastungen stiegen in der Schweiz ebenfalls, während sie sich in der EU im Durchschnitt kaum veränderten. Dennoch sind die physischen Belastungen in der Schweiz immer noch geringer als in der EU.

Gute Gesundheit

Fast neun von zehn Erwerbstätigen in der Schweiz fühlen sich gesund: 87 Prozent gaben in der Umfrage ihren allgemeinen Gesundheitszustand mit sehr gut oder gut an. Die Schweiz belegt damit den dritten Rang.

Trotzdem gaben relativ viele Erwerbstätige an, dass sie im letzten Jahr an mindestens einem Gesundheitsproblem gelitten hätten. Als Gesundheitsbeschwerden, die mit der Arbeit zusammenhängen könnten, nannten sie am häufigsten Muskelschmerzen in den Schultern und im Nacken (55 Prozent), Rückenschmerzen (49 Prozent) sowie Kopfschmerzen und Überanstrengung der Augen (47 Prozent).

Die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Euro-found) untersucht seit 1990 alle fünf Jahre die Arbeitsbedingungen der Erwerbsbevölkerung in der EU und in einigen weiteren europäischen Staaten.

Für die nun veröffentlichte Studie wurden im Sommer 2010 in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz in der gesamten Schweiz rund 1000 Beschäftigte telefonisch befragt. Die Schweiz hatte 2005 zum ersten Mal an der europäischen Erhebung teilgenommen.

SDA-ATS