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Bern - Kinder sollen früher und häufiger turnen, und Dopingsünder sollen härter bestraft werden. So will es das neue Sportförderungsgesetz, dem der Nationalrat mit grosser Mehrheit zugestimmt hat. Neu schreibt der Bund den Kantonen mindestens drei Lektionen Sport pro Woche vor.
Kinder sollen früher und häufiger turnen, und Dopingsünder sollen härter bestraft werden. So will es das neue Sportförderungsgesetz, dem der Nationalrat mit grosser Mehrheit zugestimmt hat. Neu schreibt der Bund den Kantonen mindestens drei Lektionen Sport pro Woche vor.
Das neue Gesetz regelt unter anderem den Schulsport, das Programm Jugend und Sport (J+S) sowie die Dopingbekämpfung und ersetzt das alte Regelwerk aus dem Jahr 1972. Die grosse Kammer hat es am Mittwoch mit 152 zu 2 Stimmen angenommen.
"Kinder und Jugendliche leiden oft an Bewegungsmangel, sind übergewichtig und haben motorische Defizite", sagte Sportminister Ueli Maurer zu Beginn der Debatte. Der Sport könne hier Abhilfe schaffen. Zudem sei er ein wirtschaftlicher Faktor.
Damit die Wirkung des neuen Gesetzes für Kinder und Jugendliche nicht verpufft, hat der Nationalrat obligatorische Mindeststunden beschlossen. Schülerinnen und Schüler bis auf Sekstufe I (bis und mit neuntes Schuljahr) sollen künftig mindestens drei Lektionen pro Woche Sport treiben.
Maurer: Föderalismus versus Sportlerherz
Dass neu der Bund den Kantonen die Lektionenzahl und qualitative Grundsätze vorschreibt, wurde im Rat kontrovers diskutiert. Bundesrat Maurer sprach von einer "Güterabwägung zwischen föderalistischem Staatsaufbau und Sportlerherzen". Der Bundesrat gewichte föderalistische Aspekte höher.
Chantal Galladé (SP/ZH) warnte jedoch, es verstosse gegen die Chancengleichheit, wenn Kinder nicht in allen Kantonen gleich häufig turnen könnten. Auch die Mehrheit der SVP begrüsste es, in dieser Frage die kantonale Hoheit ausnahmsweise zu beschneiden. "Sonst ist die Gefahr gross, dass einzelne Kantone den Sportunterricht abbauen und unter drei Lektionen gehen", sagte der Berner SVP-Nationalrat Simon Schenk.
Mit einer deutlichen Mehrheit von 120 zu 39 Stimmen beschloss der Rat schliesslich gegen den Willen des Bundesrats, den Sport höher zu gewichten und die Hoheit der Kantone einzuschränken.

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SDA-ATS