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Im Fürstentum Liechtenstein ist die Zahl der Verdachtsmeldungen wegen Geldwäscherei 2010 gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf 328 gestiegen. 275 Mitteilungen oder 84 Prozent wurden der Staatsanwaltschaft zur weiteren Bearbeitung übergeben.

77 Prozent aller Mitteilungen erfolgten aufgrund von internen Erhebungen durch Finanzintermediäre. Die anderen Meldegründe waren in 54 Fällen Rechtshilfegesuche und in 40 Fällen das Vorliegen eines Inlandverfahrens, wie die Liechtensteiner Meldestelle für Geldwäscherei, die Financial Intelligence Unit (FIU), am Freitag mitteilte.

13 von 17 in Liechtenstein tätigen Banken meldeten einen oder mehrere Verdachtsfälle. Von den 392 zugelassenen Treuhändern erstatteten 55 eine Mitteilung oder mehrere. All diese Zahlen liegen nach FIU-Angaben über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Liechtenstein werde den hohen Standard im Kampf gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung aufrechterhalten und ausbauen, sagte FIU-Chef René Brülhart. Regierungschef Klaus Tschütscher bezeichnete die Meldestelle als wesentlichen Pfeiler der Nulltoleranz-Politik. Eine gut verankerte Missbrauchsbekämpfung sei der Grundstein für einen stabilen Finanzplatz.

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SDA-ATS