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Bern - Ein Teil der ehemaligen Armee-Offiziere unterstützt die Waffeninitiative. Deren drei sind am Dienstag vor die Medien getreten. Aus militärischer Sicht gebe es keinen Grund für die Waffe zu Hause, sagen sie. Zudem bringe das "Obligatorische" nichts, und Munition zu stehlen sei ein Leichtes.
Die drei ehemaligen Offiziere zerzausten in Bern die Argumente der Gegner und begründeten ihr Ja zur Vorlage militärisch. Eine schnelle Mobilmachung, welche die Waffe im Schrank erfordert hätte, sei heute unwahrscheinlich, sagte der ehemalige Kompaniekommandant Urs W. Honegger. Die Schweiz sei heute praktisch nur noch von befreundeten Ländern umgeben - und bei Terrorakten käme die Armee nur subsidiär zum Einsatz.
"Ich stehe ein für die Landesverteidigung und für unsere Armee", sagte Hauptmann a.D. Honegger mit Jahrgang 1946. Doch bisher habe er von den Gegnern "keine objektive und nachvollziehbare Begründung" für die Waffe im Schrank gehört. Er ging gar einen Schritt weiter und kritisierte die obligatorische Schiessübung und den Diebstahl von Munition.
Auch das Argument, durch den Einzug der Taschenmunition sei der Missbrauch der Armeewaffe eingedämmt, liess Honegger nicht gelten: "Jeder weiss, wie einfach es ist, Munition zu entwenden und im Hosensack verschwinden zu lassen." Oberstleutnant a.D. Jean-Marc Guinchard stützte diese Aussage. "Die Kontrollen sind ungenügend", sagte der 1954 geborene ehemalige Chef einer Panzerbatterie.
Als Seelsorger der Landeskirche hatte Ebo Aebischer Kontakt zu Hinterbliebenen von Menschen, die sich mit einer Waffe das Leben nahmen. Es werde immer Suizide geben, sagte der ehemalige Armeestabs-Hauptmann, doch ein erschwerter Zugang zur Waffe sei "zweifelsohne eine Möglichkeit, solche Tragödien einzudämmen".
Die Schweizerische Offiziersgesellschaft SOG reagierte am Dienstag umgehend. In einem Communiqué spricht sie sich für ein Nein zur Vorlage aus und schreibt von "absurden Behauptungen" der drei Ehemaligen. Diese gäben "in keiner Weise" die Auffassung der überwiegenden Mehrheit der Offiziere wieder. Die Initiative sei unter anderem deshalb abzulehnen, weil sie gegen den illegalen Waffenbesitz nichts ausrichten könne.

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SDA-ATS