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Mehrere Explosionen nach NATO-Angriffen auf Tripolis

Mitten am Tag hat die NATO am Freitag Ziele im Osten von Tripolis bombardiert. Augenzeugen berichteten von mehreren Explosionen in den Stadtteilen Ain Sara und Tadschura. Im Westen des Landes kam es erneut zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Rebellen.

Den Angriffen in Tripolis gingen heftige Bombardements in der Nacht voraus. Dabei wurde erneut auch eine Residenz des Machthabers Muammar al-Gaddafi angegriffen. Einer russischen Delegation wurden anschliessend die Schäden in dem Anwesen Bab al Asisija gezeigt. Berichte über Tote und Verletzte lagen nicht vor.

Oppositionsmedien meldeten neue Kämpfe im Westen des Landes. Bei Nalut an der Grenze zu Tunesien versuchten die Rebellen, die Gaddafi-Truppen, die mit ihrer Artillerie immer wieder auch auf tunesisches Gebiet schiessen, weiter zurückzudrängen.

Auch bei Slitan, 160 Kilometer östlich von Tripolis, lieferten sich beide Seiten schwere Gefechte. Die Rebellen erklärten, sie hätten auf Panzer und Munitionsdepots in Naimah bei Slitan gezielt. Die Regierungstruppen nahmen ihrerseits die Rebellen unter schweren Beschuss. Eine Einnahme Slitans wäre für die Rebellen ein wichtiger Etappensieg in ihrem seit vier Monaten währenden Aufstand.

Übergangsrat dementiert Gespräche

Unterdessen unterzeichneten Italien und der Übergangsrat der Rebellen ein Abkommen zur Regelung der Flüchtlingsströme aus Libyen. In der von Italiens Aussenminister Franco Frattini und dem Rebellenchef Mahmud Dschibril unterzeichneten Vereinbarung sichern sich beide Parteien "gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit im Kampf gegen die illegale Einwanderung" zu.

In Zukunft solle auch die "Abschiebung illegaler Immigranten" in das Kriegsgebiet wieder möglich sein, hiess es. Details wurden in Neapel keine bekannt.

An der gemeinsamen Medienkonferenz mit Frattini dementierte Rebellenchef Dschibril Informationen, wonach Gespräche zwischen Vertretern Gaddafis und den Rebellen stattfänden. Sollte es Verhandlungen geben, werde der Nationale Übergangsrat der Rebellen dies "seinen Freunden auf der ganzen Welt mitteilen".

Der russische Libyen-Gesandte Michail Margelow hatte gleichentags erklärt, Regierungsbeamte aus Tripolis hätten in europäischen Hauptstädten Kontakt mit Vertretern aus der Rebellenhochburg Benghasi aufgenommen. Gespräche habe es in Paris, Berlin, Oslo und weiteren Städten gegeben.

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