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Mehrheit für Neuwahlen bei Scheitern von Jamaika-Verhandlungen

Der Druck auf Kanzlerin Merkel wächst, eine so genannte Jamaika-Koalition auf die Beine zu stellen. Auf Neuwahlen ist sie nicht erpicht.

KEYSTONE/AP dpa/MICHAEL KAPPELER

(sda-ats)

Angesichts der zähen Verhandlungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen über eine neue Bundesregierung - eine so genannte Jamaika-Koalition - freunden sich die Deutschen offenbar mit möglichen Neuwahlen an.

Bei einem Scheitern der Sondierungen plädieren 68 Prozent der Befragten in dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" für einen erneuten Urnengang. Im Gegenzug lässt die grundsätzliche Zustimmung zu einem Jamaika-Bündnis nach. Gegen Neuwahlen sind bei einem Scheitern der Gespräche dem "Politbarometer" zufolge 29 Prozent der Bürger.

Nur noch die Hälfte (50 Prozent) der Befragten fände es überhaupt gut, wenn es zu einem Jamaika-Bündnis kommen würde. Für schlecht hielten dies 31 Prozent der Bürger, egal wäre es 16 Prozent. Zuvor war die Zustimmung zu einem Jamaika-Bündnis deutlich grösser.

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, gäbe es laut dem "Politbarometer" kaum Veränderungen. Die CDU/CSU käme unverändert auf 33 Prozent der Stimmen, die SPD erneut auf 21 Prozent. Die Grünen verbesserten sich um einen Punkt auf zwölf Prozent, die FDP bliebe bei zehn Prozent.

Verluste für die AfD

Die rechtsnationalistische AfD (Alternative für Deutschland) würde sich um einen Punkt auf elf Prozent verschlechtern, die Linkspartei käme erneut auf neun Prozent.

Für das "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1303 Wahlberechtigte. Der Fehlerbereich liegt bei einem Anteilswert von 40 Prozent bei drei Prozentpunkten, bei zehn Prozent bei zwei Prozentpunkten.

In dem ebenfalls am Freitag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" legte die Union um einen Punkt auf 31 Prozent zu, die SPD blieb bei 21 Prozent. Die AfD verschlechterte sich um einen Punkt auf zwölf Prozent. Die Grünen blieben bei elf Prozent. Die FDP erreichte den selben Wert und verschlechterte sich damit um einen Punkt. Die Linken legten um einen Punkt auf zehn Prozent zu.

Für den "Deutschlandtrend" befragte Infratest dimap im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" vom 10. bis 15. November 1382 wahlberechtigte Bürger in Deutschland.

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