Navigation

Menschen sollen sich selber gegen Taliban verteidigen

Dieser Inhalt wurde am 22. November 2009 - 07:51 publiziert
(Keystone-SDA)

New York - Im Kampf gegen die Taliban setzen die Regierungen in Washington und Kabul nach US-Medienberichten verstärkt auf afghanische Stammesmilizen. In Teilen Afghanistans sei bereits damit begonnen worden, Milizen zu unterstützen, die sich gegen die Taliban wehren.
Das berichtete die "New York Times". "Die Idee ist, die Leute dazu zu bringen, Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen", zitiert die Zeitung einen führender Vertreter des US-Militärs in Kabul, der namentlich nicht genannt werden wollte. Vielerorts würde das bereits geschehen.
Vor allem im Süden und Osten Afghanistans, der Hochburg der radikal-islamischen Taliban, würden schon existierende Milizen unterstützt oder es werde bei der Gründung neuer Gruppen geholfen. US-Spezialeinheiten seien bereits in den Gebieten im Einsatz.
Afghanische und amerikanische Regierungsvertreter hätten die Hoffnung geäussert, so Tausende von Bewaffneten zusammenzubringen, die ihre Dörfer gegen die Taliban verteidigen. Diese Anti-Taliban-Milizen könnten auch helfen, den Zeitraum zu überbrücken, bis die afghanischen Sicherheitskräfte ausreichend aufgebaut und ausgebildet seien, selbst für die Sicherheit im Land zu sorgen.
Im Irak hatten die USA eine ähnliche Taktik angewandt: Seit Ende 2006 wurden dort sunnitischen Stämme im Kampf gegen islamistischen Extremisten unterstützt. Die Zahl der Gewalttaten ging daraufhin deutlich zurück.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?