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Tausende strömten am Samstag zum grossen Fasnachtsumzug nach Bern - am Freitag war die Altstadt fest in den Händen der kleinen Fasnächtler (Bild).

KEYSTONE/MARCEL BIERI

(sda-ats)

In der Stadt Bern haben am Samstagnachmittag gemäss Schätzungen des Berner Fasnachtsvereins rund 90'000 Besucher den grossen Fasnachtsumzug verfolgt. An guter Laune und Konfetti mangelte es nicht.

Dafür war nicht zuletzt das schöne Wetter und die zahlreichen Guggen verantwortlich. Ganze 50 Gruppen – darunter viele Guggen- zogen am Samstagnachmittag durch die Berner Altstadt. Angeführt wurde die bunte Truppe vom Berner Fasnachtsbär.

Das Schönste am Bär sein sei, die Liebe in den Augen der Menschen und vor allem der Kinder zu sehen, verriet der Berner Fasnachtsbär der Nachrichtenagentur sda. Die Arbeit sei aber auch mit viel Schweiss verbunden. Wortwörtlich, denn im Innern des Kostüms wird es rund 47 Grad Celsius heiss. Das Kostüm besteht aus echtem Bärenfell.

Schaurige Gestalten mit bösen Masken waren an der Berner Fasnacht keine zu sehen – dafür Schmetterlinge, Piraten und ganz viele farbig bemalte Gesichter. Ein Plakat einer Fasnachtsgruppe fasste es treffend zusammen: Love, Peace and Music (Liebe, Friede und Musik). Davon gab es am Umzug zur Genüge.

Liberale Fasnacht ohne Motto

"Die Berner Fasnacht zeichnet sich dadurch aus, dass wir für alle Platz haben", sagte Thomas Fritz, Vizepräsident beim Berner Fasnachtsverein. Es gebe keine spezifischen Vorschriften und auch bewusst kein Motto. Die einzige Regel sei, einander zu respektieren, sagte Fritz. So waren an der Berner Fasnacht klassische Guggen, aber auch das Flötenspiel einer Basler Gruppe zu hören. Die sogenannten "Mutzbebbis" seien Heimwehbasler, die aber immer auch gerne in Bern spielen würden, so Fritz.

Der Fasnachtsumzug endete auf dem Bundesplatz mit dem traditionellen Monsterkonzert. Fasnacht gefeiert wird in Bern aber noch tief bis in den Sonntagmorgen. Die Wirte haben Freinacht.

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SDA-ATS