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Rund 500 Menschen haben am frühen Dienstagmorgen vor dem Hauptsitz des Energiekonzerns BKW in Bern eine Menschenkette gebildet, um gegen Atomkraftwerke zu demonstrieren. Die Kundgebung verlief friedlich.

Singend und klatschend umkreisten die Kundgebungsteilnehmer das BKW-Hauptgebäude. Nach 8.30 Uhr löste sich die Menschenkette wieder auf. Zu Konfrontationen mit BKW-Mitarbeitenden, die zur Arbeit gingen, kam es laut BKW-Pressesprecher Sebastian Vogler nicht.

Auch der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause sprach auf Anfrage von einer friedlichen Aktion. Die Kundgebung wurde unter anderem unterstützt von der Erklärung von Bern, Fokus Anti Atom, SP Schweiz, JUSO Schweiz, Greenpeace Schweiz und den Grünen.

Ihren Ausgang nahm die Aktion beim Anti-AKW-Protestcamp auf dem Berner Viktoriaplatz vor dem Hauptsitz der BKW. Dort haben Atomkraftgegner seit drei Wochen auf einer kleinen Wiese ihre Zelte aufgeschlagen und fordern von der BKW die Stilllegung des Atomkraftwerks Mühleberg.

Die Stadt Bern hat das Zeltlager bislang toleriert. Wie lange sie das noch tut, ist offen. Sicherheitsdirektor Reto Nause möchte, dass die Aktivisten einen "realistischen Zeitpunkt" für die Beendigung des Lagers ins Auge fassen. Die Aktivisten ihrerseits wollen bleiben, bis das Atomkraftwerk Mühleberg stillgelegt wird.

"Vorderhand geht der Dialog mit den Aktivisten noch weiter", sagte Nause dazu am Dienstag auf Anfrage.

Erinnerung an Tschernobyl-Opfer in Genf

In Genf versammelten sich am Dienstagnachmittag rund 60 Personen vor dem Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation WHO, um der Opfer von Tschernobyl zu gedenken. Sie stellten auf das Trottoir bei der Place des Nations Fotos von 260 verstorbenen Aufräumarbeitern, sogenannten "Liquidatoren".

Am Dienstagabend nahmen in Genf fast 500 Personen an einer Tschernobyl-Gedenkkundgebung teil. Sie verlangten dabei auch den Atomausstieg der Schweiz. Hinter der Kundgebung standen SP, Grüne, Solidarités und - erstmals - die Grünliberalen.

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SDA-ATS