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Menschenrechtsaktivistin Haidar wegen Hungerstreiks in Lebensgefahr

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 05:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Madrid - Die in einen Hungerstreik getretene Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar aus der Westsahara befindet sich nach Angaben ihrer Unterstützer in Lebensgefahr. "Sie durchlebt eine gefährliche Phase", sagte ein Sprecher ihrer Unterstützergruppe.
Die 42-Jährige befindet sich seit mittlerweile drei Wochen auf dem Flughafen von Lanzarote im Hungerstreik, weil Marokko ihr die Rückkehr in die Westsahara verweigert. "Ihre Zeit geht zu Ende. Und ich spreche nicht von Wochen sondern von Stunden oder Tagen", sagte ein Arzt, der sie begleitet. Haidar leide unter Schwindel und habe Schmerzen.
Haidar, die in der Westsahara für die Einhaltung der Menschenrechte kämpft und sich für die Unabhängigkeit von Marokko ausspricht, war am Samstag zum zweiten Mal binnen zwei Tagen von den marokkanischen Behörden die Einreise in ihr Heimatland verweigert worden.
Die Aktivistin wurde bereits Mitte November nach einer Reise von Marokko abgewiesen und war daraufhin in den Hungerstreik getreten. Ihren Angaben zufolge nahmen ihr die Behörden in Marokko damals ihren marokkanischen Pass ab. Das Land wirft der Aktivistin vor, ihre marokkanische Nationalität zu leugnen.
Die spanischen Behörden unterstützten die Aktivistin. In Begleitung eines Arztes und mehrerer Polizeibeamter besuchte am Sonntag ein Richter die Frau auf dem Flughafen in Lanzarote. Die Lokalregierung hatte zuvor das Gericht aufgefordert, "alle nötigen Massnahmen" zu ergreifen, um Haidars Überleben und ihre Gesundheit zu gewährleisten.

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