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Beim Hauptsitz des Pharma- und Chemiekonzerns Merck in Darmstadt haben am Mittwoch mehrere hundert Beschäftigte aus Genf und Deutschland gegen die Stellenstreichung protestiert. Ein Treffen zwischen einer Delegation der Angestellten und der Leitung von Merck Serono hat zu keinem Ergebnis geführt.

Rund 150 Angestellte sind am Mittwoch aus Genf angereist, um gegen die Stellenstreichung am Hauptsitz zu protestieren. Das Unternehmen will die Genfer Zentrale der Problemtochter Serono schliessen. Dort sollen 500 Arbeitsplätze gestrichen, die restlichen verlagert werden.

Insgesamt spricht Merck von 1250 Stellen. Die Gewerkschaft Unia sieht sogar 1500 Stellen auf der Kippe. Merck hatte das Biotechunternehmen Serono 2007 übernommen und damit Doppelfunktionen eingekauft.

Aus Darmstadt nichts Neues

Das Gespräch mit der Merck-Leitung hat nichts Neues hervorgebracht. "Das Management unternimmt im Moment nichts", sagte Unia-Regionalsekretär Alessandro Pelizzari der Nachrichtenagentur sda. "Das Projekt, den Standort in Genf zu schliessen, wird nicht hinterfragt."

In Deutschland will Merck nach bisherigen Angaben auf betriebsbedingte Kündigungen unter den fast 11'000 Beschäftigten verzichten. Allerdings wird über eine Verlagerung des Dienstleisters Merck Shared Services Europe (MSSE) nach Osteuropa nachgedacht.

Damit stünden am Hauptsitz in Darmstadt 200 Arbeitsplätze zur Disposition. "Hände weg von Ausgliederungen", forderte der Betriebsrat in einem Flugblatt.

Die Merck-Gruppe beschäftigt insgesamt rund 40'000 Mitarbeitende. Der Konzern erwartet für 2012 einen Umsatz von 10,5 Mrd. Euro. Die Merck Sparte Serono beschäftigt knapp 17'000 Personen, darunter 2100 in der Schweiz. Im Jahr 2011 erzielte Serono einen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro.

SDA-ATS