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Nach dem strengen G7-Gipfel gönnte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in München ein kühles Bier

KEYSTONE/DPA/SVEN HOPPE

(sda-ats)

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem enttäuschenden G7-Gipfel ein deutliches Fazit gezogen: "Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen."

Die USA seien kein verlässlicher Partner mehr. "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt", sagte Merkel am Sonntag in einer Bierzeltrede in München-Trudering.

Merkel bezog sich mit ihren Worten auf die neue US-Regierung von Donald Trump. Sie bezog aber auch den bevorstehenden Brexit Grossbritanniens mit ein.

Es müsse natürlich bei der Freundschaft zu den USA und Grossbritannien bleiben. "Aber wir müssen wissen, wir müssen selber für unser Schicksal kämpfen." Dabei gab sie einem guten Verhältnis zu Frankreich unter dem neuen Präsidenten Emmanuel Macron eine besondere Bedeutung.

Merkel holte mit ihrer Bierzeltrede am Sonntag einen eigentlich für Dienstagabend geplanten Termin mit CSU-Chef Horst Seehofer nach; dieser war wegen des Anschlags von Manchester kurzfristig abgesagt worden.

Streit beigelegt

Das Treffen soll auch als äusseres Zeichen dafür stehen, dass der mit harten Bandagen geführte Streit der Schwesterparteien über die Flüchtlingspolitik beigelegt ist - auch wenn es etwa bei der CSU-Forderung nach einer Obergrenze nach wie vor keine Annäherung gibt.

Seehofer sagte in seiner Rede zum Binnenverhältnis der Schwesterparteien, "es läuft sehr gut, wir werden gemeinsam diesen Wahlkampf bestreiten". Die Union werde im Wahlkampf den Menschen "Sicherheit und Wohlstand" zusagen.

Trotz brütender Hitze war das Festzelt mit 2300 Menschen voll gefüllt. Mehrere hundert Menschen fanden keinen Platz mehr im Zelt und hörten von draussen zu.

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SDA-ATS