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Merkel und Cameron wollen gemeinsam gegen Wirtschaftskrise kämpfen

Dieser Inhalt wurde am 21. Mai 2010 - 20:08 publiziert
(Keystone-SDA)

Berlin - Deutschland und Grossbritannien haben eine enge Abstimmung in der Afghanistan-Politik vereinbart. "Hier werden wir in Zukunft sehr eng zusammenarbeiten", sagte Kanzlerin Angela Merkel nach dem Antrittsbesuch des britischen Premiers David Cameron in Berlin.
Auch wenn es um Sanktionen gegen den Iran wegen des Atomprogramms gehe, wollten beide Länder eng kooperieren. Cameron sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz: "Für Afghanistan wird es ein absolut entscheidendes Jahr sein."
Merkel und Cameron berieten zudem über die Stabilität in der Euro-Zone. "Wir wollen eine starke und stabile Euro-Zone", sagte Cameron. Dies sei im Interesse aller Länder.
Bei der Vorbereitung des G-20-Gipfels im Juni und beim Thema Bankenregulierung wollen Berlin und London zusammenarbeiten. "Wir wollen sicherstellen, dass Banken unserer Wirtschaft dienen und nicht die Wirtschaft unseren Banken dient."
Angesprochen auf das seit Mittwoch in Deutschland geltende Verbot hochspekulativer Leerverkäufe sagte Cameron, es sei die Frage, ob damit die echten Ursachen der Finanzkrise angegangen würden.
"Wir haben Bedenken, ob Hedgefonds die Ursache des Problems sind", sagte er. Die Probleme seien eher "überhöhte Schulden, überhöhte Defizite und Banken, die unsere Wirtschaft noch eher an den Rand des Abgrunds bringen".

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