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Mit einer Bus-Karawane haben hunderte Mexikaner gegen den Drogenkrieg in ihrem Land protestiert. In 15 Bussen machten sich am Samstag in der Stadt Cuernavaca rund 300 Menschen auf den fast 3000 Kilometer langen Weg nach Ciudad Juarez an der Grenze zu den USA.

Sie wollen gegen die Gewalt der mächtigen Drogenkartelle und den aus ihrer Sicht gescheiterten Anti-Drogen-Krieg der Regierung protestieren. Initiiert wurde der Protestzug vom Dichter und Journalisten Javier Sicilia, dessen Sohn Juan Francisco im März mutmasslich von Drogenbanden ermordet worden war.

Der ungewöhnliche Demonstrationszug startete am Morgen in Cuernavaca, wo damals die Leiche seines Sohnes gefunden wurde. Sicilia wollte sich der Karawane in Mexiko-Stadt anschliessen.

Nach fast einem Dutzend weiterer Stopps, wo noch weitere Menschen zusteigen sollten, will die von ihm angeführte Bewegung Ende kommender Woche einen "Pakt für den Frieden" in Ciudad Juarez unterzeichnen. Allein in dieser Stadt an der US-Grenze wurden im vergangenen Jahr mehr als 3000 Menschen getötet.

Anfang Mai waren bereits 100'000 Mexikaner einem Aufruf Sicilias gefolgt und hatten in Mexiko-City gegen den Drogenkrieg demonstriert. Der Demonstrationszug hatte ebenfalls in Cuernavaca seinen Ausgang genommen.

Offiziellen Angaben zufolge wurden in den viereinhalb Jahren seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón mehr als 37'000 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg getötet, obwohl er im Dezember 2006 eine massive Militäroffensive gegen die Banden gestartet hatte.

Erneut Opfer des Drogenkrieges gefunden

Am Freitagaben (Ortszeit) teilten die Behörden mit, sie hätten im Norden Mexikos erneut Gräber gefunden, in denen Verbrecherorganisationen ihre Opfer verschwinden liessen. Im Bundesstaat Coauhuila bargen Experten in 37 Gruben mehr als 1000 Teile menschlicher Körper und Reste von Kleidungsstücken.

Unter den Toten in den Gräbern in Tamaulipas befinden sich auch viele Migranten aus dem Süden Mexikos und aus den Ländern Mittelamerikas, die auf dem Weg in die USA von den Banden abgefangen und getötet wurden. Im mexikanischen Drogenkrieg wurden in den vergangenen viereinhalb Jahren rund 40'0000 Menschen umgebracht.

Seit Anfang April wurden in sogenannten Narco-Gräbern in den Nachbarstaaten Tamaulipas und Durango insgesamt 402 Leichen gefunden. In diesen Massengräbern lassen die Drogenkartelle ihre Opfer verschwinden.

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SDA-ATS