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Der Chef des Drogenkartells "Los Zetas" in Mexiko ist gefasst worden. Miguel Ángel Treviño Morales, einer der von den mexikanischen und amerikanischen Behörden am meisten gesuchten Männer, wurde am Montag von der mexikanischen Marine nahe der US-Grenze festgenommen.

Der auch als "El Z-40" bekannte Treviño Morales wurde in den frühen Morgenstunden im Nordosten Mexikos nahe der US-Grenze gestellt, wie der Sprecher des Sicherheitskabinetts, Eduardo Sánchez, in einer eigens einberufenen Pressekonferenz mitteilte.

Zusammen mit dem 40-jährigen Drogen-Boss seien in der Stadt Nuevo Laredo im Bundesstaat Tamaulipas zwei andere Bandenmitglieder festgenommen worden. Bei der Operation auf einer Landstrasse um 3.45 Uhr Ortszeit seien keine Schüsse gefallen. Auf die Ergreifung von Treviño Morales hatten Mexiko und die USA bis zu fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Nach dem Tod von Heriberto Lazcano bei einem Militäreinsatz im Oktober 2012 hatte Treviño Morales die Führung des brutalen Drogenkartells übernommen. Im Gegensatz zu den Zetas-Gründungsmitgliedern war Treviño Morales kein früherer Militärangehöriger.

Brutales Drogenkartell

Treviño Morales wird unter anderem der organisierten Kriminalität, des Totschlags, des Drogenhandels und der Geldwäsche beschuldigt, wie Sánchez sagte. Die Festnahme ist der erste grosse Erfolg gegen die organisierte Kriminalität in den sieben Monaten Amtszeit von Präsident Enrique Peña Nieto.

Die in den 1990er Jahren als bewaffneter Arm des berüchtigten Golfkartells gegründeten "Los Zetas" sind nicht nur im Drogenhandel aktiv, sie erpressen auch Migranten auf deren Weg in die USA. Ausserdem verlangen sie Schutzgelder von Kasinos, Restaurants, Hotels und Nachtbars. 2010 trennten sie sich vom Golfkartell und wurden zur selbstständigen Organisation.

Mittlerweile hat die Bande ihren Einfluss über den gesamten Osten Mexikos bis nach Guatemala und in andere Länder Mittelamerikas ausgedehnt. "Los Zetas" gelten als eine der blutrünstigen kriminellen Organisationen. Auf das Konto der Zetas gehen Dutzende Morde, unter anderem wohl auch ein Massaker an 49 Menschen im Mai 2012.

Seit der frühere Präsident Felipe Calderón bei seinem Amtsantritt im Dezember 2006 die Armee gegen die Drogenbanden einsetzte, wurden mehr als 60'000 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg getötet.

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SDA-ATS