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Eine Woche vor dem WM-Playoff-Hinspiel in Belfast gegen die Schweiz empfängt Nordirlands Coach Michael O'Neill Schweizer Medien-Besuch.

"Es ist schwierig, gegen uns zu spielen, und wir finden einen Weg zum Gewinnen", hält er im Interview mit der Nachrichtenagentur sda fest.

In den späten Achtzigerjahren spielte er mit Paul Gascoigne. "Eine faszinierende Persönlichkeit!" In Newcastle hatten sie gehofft, den neuen George Best gefunden zu haben. "Das ist übertrieben", findet er 30 Jahre später bei einer kleinen, entspannten Kaffee-Runde in der David-Healy-Lounge im Windsor Park. "Ich erreichte als Spieler nie, was man mir eigentlich zugetraut hätte."

O'Neill war ein Journeyman, ein (Zeit-)Springer mit unzähligen Stationen, ein Rastloser, der mit 18 die Heimat verlassen hatte und auf der Suche nach dem Glück durch Ligen und Länder tingelte. Im Rückblick schätzt er die vielen Transfers. "Sie haben meinen Geist erweitert. Ich wäre wohl nicht der Coach, der ich heute bin."

Mit 37 beginnt seine zweite Karriere im Fussball-Geschäft. Tief unten, in einem schottischen Hinterhof, beim Cowdenbeath FC verdient der Weitgereiste 25 Pfund pro Woche. Die Arbeit mit den Amateuren schreckt ihn nicht ab, innert Kürze dient sich O'Neill hoch. Sein Schaffen fällt auf, Profi-Klubs bemühen sich um ihn.

Seine Methodik kommt an, seine Gabe, die Spieler auf der mentalen Ebene abzuholen und innert Kürze taktische Strukturen zu schaffen, wird registriert. Er gilt als Spieler-Flüsterer, als einer, der einer Mannschaft Spirit und Selbstvertrauen einflösst, der Energien zu kanalisieren weiss. Die Shamrock Rovers verwandelt der ehemalige Finanzberater von Pleitiers zu irischen Meistern mit europäischer Ausstrahlung.

Und innerhalb von sechs Jahren hat er aus einer Gruppe von Nordiren, die in England zu einem hohen Prozentsatz nur in der zweiten Klasse beschäftigt sind, oder ihr Geld im schottischen Niemandsland verdienen, einen EM-Endrunden-Teilnehmer geformt, der von mehr träumt - beispielsweise vom nächsten Coup gegen die Schweiz.

Für O'Neill ist vorstellbar, wie die erste WM-Qualifikation seit 1986 zu schaffen ist: "Der Spirit, die gute Atmosphäre, die sehr gute Organisation, damit zeichnen wir uns aus. Ich erkenne gewisse Parallelen zu Island. Wir treten strukturiert auf. Auf besonders viel Ballbesitz sind wir nicht aus, das Spiel ohne Ball hingegen gehört zu unseren Stärken", sagt er.

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SDA-ATS