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Migrantinnen sind häuslicher Gewalt in der Schweiz häufig schutzlos ausgeliefert. Oft bleiben die Frauen lieber bei ihrem gewalttätigen Ehemann, als in ihr Heimatland zurückzukehren.

Der in Bern vorgestellte Bericht "Häusliche Gewalt und Migrantinnen" der Schweizerische Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht (SBAA) zeigt anhand von sieben Einzelfällen auf, mit welchen Schwierigkeiten Migrantinnen, die sich aus einer gewaltsamen Ehe lösen möchten, konfrontiert sind.

Das Beweisen häuslicher Gewalt stelle für viele Migrantinnen eine nahezu unüberwindbare Hürde dar, führte Claudia Dubacher, Geschäftsleiterin SBAA, gemäss Communiqué aus. Die aktuellen ausländerrechtlichen Bestimmungen würden Opfer häuslicher Gewalt häufig in die Arme des gewalttätigen Mannes zurück treiben.

Diese Annahme bestätigen Expertinnen wie Claudia Hauser von der Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO): "Wir erleben oft, dass Frauen bei ihrem gewalttätigen Ehemann ausharren, um nicht in ihr Herkunftsland zurück zu müssen."

Die Fachfrauen stellten zudem fest, dass Migrantinnen meist ungenügend über ihre Rechte und Hilfsangebote informiert sind. "Die aktuellen Gesetze greifen zu wenig, um Migrantinnen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, wirksam zu schützen", so das Fazit.

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SDA-ATS