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Die Schweizer Armee will eine umstrittene militärische Antenne im Waadtländer Jura nun nicht mehr auf dem Mont Tendre bauen, sondern in Le Cunay. Dort stehen bereits zwei Antennen der Schweizer Flugsicherung Skyguide.

Armeechef André Blattmann habe den Kanton Waadt, die lokalen Behörden und Umweltverbände bei einem Treffen in Brière über den Alternativstandort für die Antenne informiert, teilte das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mit.

Das VBS hatte letzten Frühling angekündigt, auf dem Mont Tendre im Vallée du Joux eine 25 Meter hohe Antenne zu bauen. Wozu diese der Armee dienen würde, gab es nicht bekannt: Diese Information ist geheim.

Das Projekt stiess auf heftigen Widerstand. Das Waadtländer Kantonsparlament, eidgenössische Parlamentarier und Umweltverbände riefen die Gerichte an. Verteidigungsminister Ueli Maurer sistierte schliesslich den Baubeginn.

Die Umweltorganisation Pro Natura ist zufrieden mit dem Entscheid der Armee. "Der neue Standort dürfte keine Opposition hervorrufen", sagte Sophie Michaud von Pro Natura am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Dieser sei schon verbaut und zudem mit einer Strasse erschlossen.

Eingriff ins Landschaftsbild weniger gross

In Le Cunay müsse die Armee nun eine Leistungseinbusse in Kauf nehmen, doch sei der Eingriff ins Landschaftsbild weniger gross, heisst es in der Mitteilung vom Montag. Die Teilnehmer des Treffens könnten nun zum neuen Standort schriftlich Stellung nehmen.

Mit dem Bau der Anlage sei frühestens im dritten Quartal 2011 zu rechnen, schreibt das VBS. Ursprünglich hätte der Rohbau auf dem Mont Tendre bis im vergangenen Herbst errichtet werden sollen.

Weil der Nutzungszweck und weitere Informationen der Geheimhaltung unterliegen, wird auch für den neuen Standort ein nicht öffentliches, auf dem Militärgesetz basierendes Bewilligungsverfahren durchgeführt.

Der Mont Tendre ist mit 1679 Metern eine der letzten unverbauten Juraanhöhen, liegt in einem Naturpark und ist eine Landschaft von nationaler Bedeutung. Rund 200 Personen versammelten sich im vergangenen Sommer auf dem Berg, um gegen den Bau der Antenne zu protestieren.

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SDA-ATS