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Die Handschellen der Schweizer Armee sind zu klein für die heutigen Durchschnittsmenschen. Das Militär ersetzt deshalb seinen ganzen Bestand an Handschellen durch grössere.

Während der Ausbildung sei festgestellt worden, dass die Menschen heute stärkere und damit breitere Handgelenke als noch vor 20 Jahren hätten, sagte Armeesprecher Daniel Reist am Freitag auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der "Berner Zeitung".

Die Armee ersetzt daher die rund 1500 Handschellen, die bisher der Militärpolizei zur Verfügung standen. Zugleich will sie deren Zahl bis im nächsten Jahr auf 6800 erhöhen, damit auch alle anderen Truppen diese einsetzen können. Letztere müssen bis anhin zur Fesselung Kabelbinder benutzen, sowohl in der Ausbildung als auch bei Einsätzen wie dem WEF.

Mit dem Kauf der neuen Handschellen sollen alle Truppengattungen Fesselungen nur noch mit Handschellen vornehmen. Die Kosten für die Neubeschaffung sind noch offen.

Die Kabelbinder, Kunststoffriemen, eigentlich zur Bündelung von Stromkabeln hergestellt, haben mehrere Nachteile. Sie sind Einwegartikel und verursachen daher wiederkehrende Kosten. Zudem bergen sie Verletzungsgefahr wegen Durchblutungsstörungen und sind auch weniger sicher als metallene Handschellen.

Keine Probleme bei der Polizei

Bei der Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren (KKJPD) waren zu enge Handschellen bisher noch nie ein Thema. Die Polizeien seien für ihre Handschellen aber auch selber zuständig, sagte der Generalsekretär Vladimir Novotny auf Anfrage.

Doch auch bei den beiden grossen Kantonspolizeien von Bern und Zürich war man noch nie mit dem Problem von zu engen Handschellen konfrontiert, wie es bei beiden Korps auf Anfrage hiess.

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SDA-ATS