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Die Angriffe libyscher Milizen auf Regierungsbehörden reissen nicht ab. Am Sonntag umstellten Bewaffnete das Aussenministerium in der Hauptstadt Tripolis und hinderten die Mitarbeiter am Zutritt.

Die Aufständischen blockierten das Gebäude mit rund 20 Transportern, die mit Flugabwehrgeschützen beladen waren, wie ein Ministeriumsangestellter der Nachrichtenagentur dpa sagte. Sie kritisierten demnach, dass Unterstützer des früheren Regimes im Ministerium beschäftigt seien und forderten die Entlassung von Botschaftern, die schon unter Machthaber Muammar al-Gaddafi im Amt waren.

Am Samstag hatten Milizionäre in der Nähe der Hauptstadt einen Armeeposten attackiert und einen Soldaten getötet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lana berichtete, entdeckten Sicherheitskräfte im Anschluss an den Übergriff ein Fahrzeug mit mehr als 50 Kilogramm Sprengstoff in der Nähe des Tatorts.

Wenige Tage zuvor hatten Extremisten vor der französischen Botschaft in Tripolis ein Autobombe gezündet. Zwei französische Wachleute und eine 18 Jahre alte Libyerin wurden verletzt.

In der Hafenstadt Bengasi explodierte nach Angaben der Zeitung "Libya Herald" ebenfalls am Samstag eine Bombe vor einer Polizeistation. Drei Beamte seien leicht verletzt worden.

Reisewarnung wegen schwieriger Sicherheitslage

In Libyen haben Milizen nach dem Sturz und Tod Gaddafis im Jahr 2011 an Macht gewonnen. Ihre Entwaffnung ist eine der grössten Herausforderungen der Regierung in dem nordafrikanischen Land. Doch immer wieder gibt es Angriffe auf die neue Führung.

Wegen der schwierigen Sicherheitslage hatte im März auch Libyens Parlament zwischenzeitlich auf die Plenarsitzungen verzichten müssen. Deutschland, die Schweiz und mehrere westliche Staaten warnen derzeit vor Reisen nach Libyen, insbesondere in die Region von Bengasi.

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SDA-ATS