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Milliardenbetrug: Indien sucht Promi-Juwelier und ruft Interpol an

Der Schmuck von Nirav Modi wird unter anderem von Kate Winslet oder Amy Adams getragen. Nun wird nach dem Schmuck-Magnaten wegen illegaler Kredite gefahndet. (Themenbild)

KEYSTONE/EPA/RAJAT GUPTA

(sda-ats)

Wegen eines milliardenschweren Bankbetrugs will Indien den Schmuck-Magnaten Nirav Modi im Ausland suchen lassen.

Die Bundespolizeibehörde CBI bat die internationale Polizeiorganisation Interpol nach eigenen Angaben vom Freitag um Hilfe, den prominenten Juwelier und seinen Onkel Mehul Choksi ausfindig zu machen und festnehmen zu lassen. Zudem wurden deren Reisepässe gesperrt.

Indiens zweitgrösste staatliche Bank, die Punjab National Bank (PNB), hatte in einer Filiale in Mumbai nicht autorisierte Überweisungen im Wert von umgerechnet 1,65 Milliarden Franken entdeckt. Das Geld sei über andere Banken ins Ausland geflossen, erklärte das Finanzinstitut am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung an die Börse.

Modis nach ihm benannte Marke für Luxus-Diamantenschmuck wird in Indien von Bollywood-Superstar Priyanka Chopra beworben. Prominente Hollywood-Schauspielerinnen wie Kate Winslet und Amy Adams haben Berichten zufolge bei Preisverleihungen den Schmuck getragen.

Modi und Choksi, Chef der Juwelierkette Gitanjali Group, sollen mithilfe von PNB-Mitarbeitern illegale Kredite erhalten haben. Die Verdächtigen wurden im Ausland vermutet.

Nach Informationen des Nachrichtensenders NDTV hält sich Modi in New York auf. Bei Durchsuchungen der Wohnungen und Büros seiner Familie in Indien seien Edelsteine im Wert von umgerechnet rund 740 Millionen Franken sichergestellt worden.

Nirav Modi ist mit dem indischen Premierminister Narendra Modi weder verwandt noch verschwägert.

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