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Srinagar - Nach Pakistan ist nun auch das benachbarte Indien von tödlichen Fluten heimgesucht worden. Im oberen Industal, wo sonst kaum Monsun-Niederschläge fallen, starben mindestens 115 Menschen in Fluten und Erdrutschen.
Dutzende Menschen würden vermisst, sagte der Polizeichef des nordindischen Bundesstaats Jammu und Kaschmir, Kuldeep Khoda. 375 Menschen wurden verletzt.
Betroffen sind die Hauptstadt der auch bei Touristen beliebten Gebirgsregion Ladakh, Leh, und deren Umgebung im oberen Indus-Tal. Unter den Touristen soll es nach Behördenangaben keine Opfer geben.
Die Wolkenbrüche überraschten die Menschen in der Nacht zum Freitag im Schlaf. Flüge von und nach Leh wurden annulliert, da Medienberichten zufolge Erdrutsche die Landebahn erfasst hatten. Unterbrochen waren auch die Strassenverbindungen über den Himalaya nach Srinagar im Kaschmirtal und nach Manali im nordindischen Kulutal.
In Pakistan, wo bereits mehr als 1600 Menschen umgekommen sind, verschärfte sich derweil die Lage weiter. Der Indus, mit 3180 Kilometer der längste Strom des indischen Subkontinents, schwoll weiter an. Rettungskräfte setzten die Evakuierung gefährdeter Gebiete fort.
In der südlichen Provinz Sindh wurden nach Angaben der UNO eine halbe Million Menschen vor den drohenden Fluten in Sicherheit gebracht. 11 der 24 Distrikte in der Provinz drohten, überflutet zu werden.
Der pakistanische Wetterdienst rief am Freitag Alarmstufe Rot für Sindh aus. Dort drohten innerhalb der nächsten zwei Tage "schwerste Überflutungen". Vor allem entlang des Flusses Indus seien hunderte Dörfer in Gefahr.
Ein UNO-Sprecher sagte, von den schwersten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes seien nach bisherigen Erkenntnissen rund 4,5 Millionen Menschen betroffen.
Da die Plätze in den Auffanglagern nicht ausreichten, harrten Zehntausende Menschen entlang der Strassen oder auf Feldern unter freiem Himmel aus. Der Fernsehsender Duniya TV berichtete, am Indus-Ufer nahe der Stadt Ghotki versammelten sich Menschen zu gemeinsamen Gebeten.
Die pakistanischen Behörden bemühten sich verzweifelt, Hilfsgüter in die Gebiete im Norden des Landes zu bringen, wo die Fluten schwere Schäden angerichtet haben.
Der Hilfsbedarf sei "gewaltig", sagte die Sprecherin des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge, Melissa Fleming. Im ganzen Land seien schätzungsweise mehr als eine Viertelmillion Häuser beschädigt oder zerstört. Allein um die Stromversorgung wiederherzustellen, werde es vermutlich Wochen brauchen.

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SDA-ATS