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Der Softwarekonzern Oracle muss für die Verfehlungen seines Zukaufs Sun Microsystems geradestehen. Das US-Justizministerium sieht es als erwiesen an, dass der Computerhersteller Sun staatliche Stellen bei Neuanschaffungen hintergangen hat.

Im Rahmen eines Vergleichs zahlt Oracle nun 46 Millionen Dollar und zieht damit einen Schlussstrich unter einen seit Jahren laufenden Fall.

Tony West, Staatsanwalt im Justizministerium, warf Sun Microsystems am Montag vor, durch Kickback-Zahlungen, illegale Kaufanreize und Fehlinformationen bei Vertragsverhandlungen das Geld des Steuerzahlers verschwendet zu haben.

Zu den betroffenen staatlichen Stellen gehört unter anderem der U.S. Postal Service, also die US-amerikanische Post. Auch Ermittler des Verteidigungsministeriums hatten sich eingeschaltet.

Nach US-Recht darf ein Unternehmen von der Regierung nicht mehr Geld verlangen als von seinen Kunden aus der Privatwirtschaft. Diese Regel hat Sun nach Ansicht des Justizministeriums verletzt.

Den Angaben zufolge hat der Computerkonzern zudem Beratungsfirmen dazu animiert, staatlichen Stellen seine Produkte zu empfehlen. Ein Teil des Kaufpreises sei dann an die Berater geflossen, hiess es, sogenannte Kickback-Zahlungen.

Der Vergleich mit Oracle sei Teil einer grösseren Untersuchung, die weiterlaufe, erklärte das Justizministerium, ohne allerdings ins Detail zu gehen.

Das Ministerium hatte wegen ähnlicher Verfehlungen bereits namhafte IT-Konzerne wie IBM und Hewlett-Packard, den Datenspeicher-Spezialisten EMC oder das Beratungsunternehmen PWC zur Kasse gebeten. Bei Oracle hatten zwei Tippgeber im Jahr 2004 den Fall ins Rollen gebracht.

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SDA-ATS