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Minarett-Verbot und Libyen-Geiseln beschäftigen Schweizer

Dieser Inhalt wurde am 10. Dezember 2009 - 19:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Der internationale Tag der Menschenrechte in der Schweiz ist von zwei Themen dominiert worden. Tausende bekundeten ihre Solidarität mit den Libyen-Geiseln und anderen, in der ganzen Welt zu Unrecht Inhaftierten. Gleichzeitig gab es Kundgebungen gegen das Minarett-Verbot.
Für den frühen Abend kündigten verschiedene Organisatoren unter anderem in Altdorf, Zürich, Luzern, Bern und St. Gallen Mahnwachen an. Beim Bürkliplatz in Zürich nahmen rund 200 Personen an einer Kundgebung für mehr Toleranz und mehr Respekt vor den Menschenrechten in der Schweiz teil.
Gemäss Organisator Henry Both ging es nach dem Volksentscheid für ein Minarett-Verbot auch darum, "ein Zeichen der Solidarität mit Minderheiten, vor allem mit der muslimischen Bevölkerung" ins Ausland zu senden. Die Kundgebung wurde von den Parteien SP, Grüne und CVP sowie diversen Nichtregierungsorganisationen unterstützt.
In Bern gingen ebenfalls gegen 200 Personen auf den Waisenhausplatz. Organisator Simon Enzler sagte, nach dem Minarett-Verbot herrsche in der Schweiz eine Stimmung, die Grund gebe, sich Sorgen um die Menschenrechte zu machen.
Ebenfalls eine grosse Solidaritätswelle schlug den beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer Geschäftsleuten entgegen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Schweiz konnte Tausende zu Solidaritätsbekundungen mobilisieren.
Bisher sind im Internet rund 9270 virtuelle Kerzen angezündet worden. Minütlich kämen neue dazu, teilte Amnesty International Schweiz mit.
Zudem hätten Max Göldi und Rachid Hamdani über den Nachrichtendienst Twitter mehr als 4500 persönliche Grussbotschaften erhalten. Weiter sind über 50'000 Solidaritätspostkarten im Umlauf, wie der Amnesty-Sprecher sagte. Und 25'000 Karten seien bereits auf dem Weg nach Tripolis.

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