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Bei einem Anschlag auf ein Touristencafé in der marokkanischen Stadt Marrakesch sind am Donnerstag mindestens 15 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien zwölf Ausländer und drei Marokkaner, teilten Ärzte mit.

Es habe sich um einen "terroristischen Akt" gehandelt, sagte Marokkos Kommunikationsminister Khalid Naciri. "Wir haben rund eine Stunde unter der Hypothese ermittelt, dass es ein Unfall gewesen sein könnte", sagte er in einem Interview des französischen Fernsehsenders France-24. "Aber erste Ergebnisse der Untersuchung haben bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen kriminellen Akt gehandelt hat."

Auch ein Vertreter des Innenministeriums sagte, "nach den ersten Hinweisen" sei es ein Anschlag gewesen. Ein Vertreter der Präfektur von Marrakesch sagte, in einem der Opfer seien Nägel gefunden worden. Möglicherweise habe ein Selbstmordattentäter einen entsprechenden Sprengsatz gezündet.

Möglicherweise zwei Schweizer verletzt

Ärzte berichteten, es seien sechs Franzosen getötet und weitere sieben verletzt worden. Insgesamt hätten 20 weitere Menschen Verletzungen erlitten, darunter jeweils zwei Menschen aus den Niederlanden, der Schweiz, Russland und Tunesien.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte diese Angaben vorerst nicht. Dem EDA lägen keine Informationen über Schweizer Opfer vor, teilte das Departement mit.

Die Explosion ereignete sich im Café Argana am mittelalterlichen Marktplatz Dschemaa al-Fna. Das Argana ist bei Touristen beliebt, weil sie aus der ersten Etage das Treiben auf dem Platz mit seinen Schlangenbeschwörern und Gauklern überblicken können.

"Die gesamte erste Etage des Cafés wurde durch diese Explosion beschädigt", sagte ein Augenzeuge. Auch die Ehefrau eines Kellners, der getötet wurde, sagte, die Explosion habe sich auf der Terrasse ereignet. Ein anderer Augenzeuge will beobachtet haben, wie ein Mensch das Café betrat, eine Bombe ablegte und wieder ging.

Bisher weitgehend verschont

Marokko blieb in den vergangenen Jahren von folgenreichen Terroranschlägen weitgehend verschont. 2003 verübten mehrere Selbstmordattentäter in Casablanca einen Anschlag, bei dem einschliesslich der Attentäter 45 Menschen ums Leben kamen.

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SDA-ATS