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Bei einem Anschlag auf einen Bus sind am Samstag im Nordosten Kenias mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Mutmassliche Kämpfer der radikal-islamischen Terrormiliz Al-Shabaab überfielen den Bus im Dorf Arabia im Bezirk Mandera.

Anschliessend hätten die Angreifer den Bus zur somalischen Grenze gefahren und dort jeden erschossen, der nicht in der Lage war, aus dem Koran vorzulesen, sagte ein Behördensprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Opfer, darunter sieben Frauen, seien mit Kopfschüssen umgebracht worden.

Ein anderer Behördensprecher sagte der Zeitung "Daily Nation", an dem Angriff in den frühen Morgenstunden seien rund 100 Bewaffnete beteiligt gewesen. Der Bus war in die kenianische Hauptstadt Nairobi unterwegs.

Im Bezirk Mandera gab es in der Vergangenheit immer wieder Anschläge der somalischen Al-Shabaab, die im Grenzgebiet ein wichtiges Rückzugsgebiet hat.

Brutale Auslegung der Scharia

Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Miliz verbreitet in der Region seit Jahren Angst und Schrecken. Sie legen die islamische Rechtsprechung Scharia äusserst brutal aus. Immer wieder gibt es öffentliche Hinrichtungen und Amputationen.

Shabaab-Kämpfer verübten insbesondere den Angriff auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi, bei dem im September 2013 mindestens 67 Menschen getötet wurden. Mitte Juni tötete die Miliz bei zwei Angriffen auf Küstenorte etwa 60 Menschen.

Die Kämpfer bezeichnen die Angriffe als Vergeltung dafür, dass Kenia an dem internationalen Militäreinsatz in Somalia beteiligt ist. Seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre im Jahr 1991 herrscht in Somalia Bürgerkrieg.

Die Rebellen kontrollierten über Jahre weite Teile im Zentrum und Süden des Landes, wurden inzwischen aber aus den meisten Städten zurückgedrängt. Ihr Ziel ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaats.

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SDA-ATS