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Mindestens 28 Tote bei neuen Bombenanschlägen in Bagdad

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei zwei Bombenanschlägen mindestens 28 Menschen getötet worden. Das schwerste Attentat hätten Unbekannte abermals in dem schiitischen Viertel Kadhimija verübt, teilten Polizei, Ärzte und Vertreter des Parlamentes mit.

Dort seien 25 Menschen ums Leben gekommen. Es ist bereits der dritte Tag in Folge, an dem in Kadhimija und anderen überwiegend von Schiiten bewohnten Vierteln Bagdads Anschläge verübt wurden. Seit Sonntag kamen dabei mindestens 77 Menschen ums Leben.

Der Attentäter brachte den Angaben zufolge sein Auto in einer Fahrzeugschlange an einem Kontrollposten der Polizei zur Explosion. Unter den Opfern war auch Ahmed al-Chafadschi, ein Abgeordneter der schiitischen Badr-Partei. Chafadschi war früher stellvertretender Innenminister des Landes. Auch fünf hochrangige Polizisten seien getötet worden.

In Kadhimija liegt mit der gleichnamigen Moschee eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten. Die von Schiiten geführte Regierung in Bagdad führt seit längerem Krieg gegen die überwiegend sunnitische Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der Mitte und im Westen des Landes.

Viele Sunniten, die unter dem früheren Machthaber Saddam Hussein das Sagen hatten, fühlen sich heute zudem von der schiitisch geführten Regierung unterdrückt.

Ein weiterer Anschlag wurde im Stadtteil Al-Kahira im Norden Bagdads verübt, wo die Bevölkerung gemischt ist. Dort wurde nach Polizeiangaben am Rand einer belebten Strasse ein Sprengsatz gezündet, drei Menschen starben.

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