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Mindestens 280 Frauen aus der Schweiz haben sich fehlerhafte Silikonbusen der französischen Firma PIP einpflanzen lassen, vor allem in den Westschweizer Kantonen. Swissmedic empfiehlt die vorsorgliche Entfernung der Implantate zur Zeit nicht.

Swissmedic-Sprecherin Isabel Scuntaro bestätigte die vom Westschweizer Radio RSR gemeldete Zahl der betroffenen Frauen am Montag. Die Kontrollstelle für Heilmittel habe die Ärzte der betroffenen Frauen kontaktiert. Diese sollten sich nun ihrerseits mit den Patientinnen in Verbindung setzen. PIP-Produkte eingepflanzt hatten acht Mediziner.

Die französischen Gesundheitsbehörden hatten im März 2010 die Brustimplantate der Firma PIP vom Markt zurückgerufen. Die PIP-Silikonkissen haben eine höhere Tendenz zum Reissen als vergleichbare Produkte. Zudem kam es zu Entzündungen und weiteren Komplikationen.

Direktimport durch Ärzte

Die Fabrikanten verwendeten einen anderen Typ von Silikon als ursprünglich angekündigt. Allein in Frankreich sind zwischen 35'000 und 40'000 Frauen von den fehlerhaften Produkten betroffen. In der Schweiz verfügt PIP über kein Verkaufsnetz, die Ärzte konnten die Produkte aber direkt importieren.

Swissmedic verzichtet auf die Aufforderung, noch intakte Implantate präventiv entfernen und durch andere ersetzen zu lassen. Eine solche Operation berge auch Risiken, sagte Scuntaro. Das Heilmittelinstitut könnte auf diese Empfehlung allerdings zurückkommen, wenn Analysen problematische Substanzen nachweisen.

Ist ein Silikonkissen allerdings kaputt, muss es ausgewechselt werden. Die Kosten für diesen Eingriff und die Nachbehandlung trägt die Krankenkasse. Präventive Eingriffe sind hingegen nicht kostenpflichtig.

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SDA-ATS