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Bootsflüchtlinge im Mittelmeer kurz vor ihrer Rettung (Archiv)

KEYSTONE/AP/SANTI PALACIOS

(sda-ats)

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der libyschen Westküste sind am Samstag mindestens 31 Personen ertrunken, darunter mehrere Kinder. Nach Angaben der libyschen Küstenwache konnten 200 weitere Menschen gerettet werden.

Sie wurden in den Hafen der Hauptstadt Tripolis gebracht. Den Angaben zufolge waren die Flüchtlinge in zwei Booten unterwegs. Die Küstenwache bemerkte sie vor der Küste von Garabulli erst, als eines der Boote schon untergegangen war.

60 Insassen hätten sich an Trümmerteilen festgehalten und hätten deswegen gerettet werden können, sagte ein Kommandant der Küstenwache. Weitere 140 Menschen seien aus dem zweiten Boot gerettet worden.

Libyen ist der Haupt-Startpunkt für Flüchtlinge aus Afrika, die die Überfahrt nach Europa versuchen. Schlepper verfrachten sie häufig in seeuntüchtige und überladene Boote.

Die meisten Bootsflüchtlinge werden von Schiffen aufgegriffen und nach Italien gebracht. Dort sind in diesem Jahr 115'00 Flüchtlinge und Migranten auf dem Seeweg angekommen.

Allerdings fängt die von der EU unterstützte libysche Küstenwache immer mehr Schlepperboote ab und bringt die Migranten zurück nach Libyen. Rund 3000 Migranten sind in diesem Jahr bei dem Versuch ertrunken, über das Mittelmeer in die Europäische Union zu gelangen.

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SDA-ATS